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22. August 2017

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Die Anstrengungen der Mitarbeitenden sollen belohnt werden – Lohnforderungen des Kaufmännischen Verbandes für 2018

Der Kaufmännische Verband fordert für 2018 je nach Branche zwischen 0.75% und 1.5% mehr Lohn. Die Schweizer Wirtschaft erholt sich weiter und die meisten Branchen entwickeln sich positiv. Zudem steigen die Konsumentenpreise seit Jahren erstmals wieder.

Für den Kaufmännischen Verband sind für das kommende Jahr Lohnerhöhungen von mindestens 0.75% in allen Branchen gerechtfertigt – vereinzelt auch bis 1.5%. Die Schweizer Wirtschaft nimmt weiter Fahrt auf und Konjunkturprognosen lassen hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung Positives erwarten. Unternehmen, die unter der Aufwertung des Schweizer Frankens besonders litten, haben sich weitgehend an die neuen Rahmenbedingungen angepasst. Auch zeigen die jüngsten Arbeitsmarktprognosen die besten gesamtschweizerischen Beschäftigungserwartungen seit drei Jahren. Der private Konsum wuchs im vergangenen Jahr; einen noch deutlicheren Zuwachs zeigten der Staatskonsum und die Investitionen. Die Schweizer Exportwirtschaft profitiert zudem vom globalen Aufschwung und der weiterhin expandierenden gesamtwirtschaftlichen Produktion im Euroraum.

In den vergangen anspruchsvollen Jahren haben die Schweizer Unternehmen bewiesen, dass sie robust und wettbewerbsfähig sind. Dies ist zum grossen Teil dem tatkräftigen Einsatz der Mitarbeitenden zu verdanken. Die meisten Branchen haben im vergangenen Jahr noch einmal zugelegt. Insbesondere die exportorientierte MEM-Industrie profitiert massgeblich von der Abwertung des Schweizer Frankens sowie von der positiven internationalen Konjunktur. Noch stärker hat die Pharma- und Chemieindustrie zugelegt. Die tiefen Zinsen sowie mangelnde Anlagealternativen führen auch im Baugewerbe zu einem anhaltenden Aufwärtstrend. Der Detailhandel verzeichnet seit Jahresbeginn wieder steigende Umsätze. Trotz grossem Margendruck zeigen Sparmassnahmen in der Banken- und Versicherungsbranche zunehmend erfreuliche Ergebnisse. In der Telekommunikation/Informatik führen langfristige Nachfragetrends und die fortschreitende Digitalisierung weiterhin zu sehr positiven Ergebnissen.

Seit mehreren Jahren hat es keinen Preiszuwachs mehr gegeben. Nun wird in diesem und im kommenden Jahr erstmals wieder eine positive Teuerung von bis zu 0.5% erwartet. Auch dies rechtfertigt eine Lohnerhöhung. Die nicht erklärbaren Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau sind auszugleichen. Der sich im Wandel befindende Arbeitsmarkt stellt höhere Anforderungen an die Kompetenzen der Mitarbeitenden. Die Unternehmen sind daher angehalten, in ihren Investitionsplänen Beträge für die Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten angemessen zu berücksichtigen.

Kontakt

kfmv-Karin Oberlin_März 2017

Karin Oberlin

Leiterin Beruf und Beratung
Telefon +41 44 283 45 54

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