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31. Mai 2013

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Bankangestellte nicht der Finanzwirtschaft opfern

Der KV Schweiz hat entschieden, aus dem Gesamtarbeitsvertrag mit den Banken auszusteigen. Hintergrund dieser Entscheidung sind Divergenzen zur Frage des Arbeitnehmerschutzes im Zusammenhang mit dem USA-Deal. Der Verband ist überzeugt, die Interessen der Angestellten aus einer Position der Unabhängigkeit heraus besser vertreten zu können.

Wichtigstes Anliegen des KV Schweiz im Zusammenhang mit dem USA-Deal , der nächste Woche im Parlament verhandelt wird, ist der Schutz seiner Mitglieder vor dem Risiko, ungerechtfertigt in den Fokus der US-Justiz zu geraten. Diesem Risiko sind neben einer vergleichsweise kleinen Zahl von Verantwortlichen, die teils wissentlich Gesetze gebrochen haben, auch viele Angestellte aus dem Middle- und Backoffice ausgesetzt, die rein administrativ ins USA-Geschäft verstrickt waren.

Einen gewissen Schutz für die Angestellten soll das Abkommen zwischen dem Arbeitgeberverband der Banken und dem Bankpersonalverband bieten. Über den Inhalt dieses Abkommens kann der KV Schweiz allerdings keine Aussagen machen. Obwohl ebenfalls Sozialpartner der Banken, fanden die Verhandlungen ohne sein Wissen statt.

In dieser für die Angestellten äusserst heiklen Situation ist der KV Schweiz nicht bereit, ein Abkommen mitzutragen, dessen Inhalt er nicht hat mitverhandeln können. Insbesondere in der Frage, wie weit der Schutz für die betroffenen Angestellten reicht, fehlen dem Verband jegliche Informationen. Er hat deshalb entschieden, die Sozialpartnerschaft mit den Banken zu künden.

Der KV Schweiz ist überzeugt, dass er die Interessen der Angestellten – auch gegenüber ihren jeweiligen Arbeitgebern – in dieser Situation deutlich besser vertreten kann, wenn er unabhängig agieren kann und nicht in eine unzuverlässige Sozialpartnerschaft eingebunden ist.

Gleichzeitig fordert der KV Schweiz das Parlament auf, bei seiner Beratung der Vorlage dem Schutz der Bankmitarbeitenden hohe Priorität einzuräumen. Es darf nicht sein, dass Mitarbeitende, die sich nach geltendem Recht nichts haben zuschulden kommen lassen, den Interessen der Finanzwirtschaft geopfert werden.

Kontakt

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Daniel Jositsch

Zentralpräsident und Nationalrat
Mobile 079 503 06 17

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Peter Kyburz

CEO KV-Schweiz-Gruppe
Mobile 076 444 55 45