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06. Juni 2013

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Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird verbessert

Der KV Schweiz freut sich über den erfolgreichen Abschluss des Gesamtarbeitsvertrages in der Maschinenindustrie. Besonders stark hat der Verband sich für Verbesserungen bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben eingesetzt.

Für den KV Schweiz ist der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in vielerlei Hinsicht zukunftsorientiert, insbesondere was die Rahmenbedingungen der MEM-Branche betrifft: Er verleiht der Maschinenindustrie mehr Flexibilität und liefert sinnvoll überarbeitete Spielregeln, wie mit Kapazitätszyklen, Innovationsschüben sowie wirtschaftlichen Schwierigkeiten umzugehen ist. Die Arbeitnehmenden und ihre Verbände werden stärker als bisher in die Analyse und Diskussion der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche einbezogen. Erstmals enthält der GAV auch regional abgestufte Mindestlöhne.

In den oft sehr schwierigen Verhandlungen hat der KV Schweiz – mit Unterstützung der anderen Sozialpartner – erreicht, dass der GAV an moderne gesellschaftliche Entwicklungen angepasst worden ist. So wurde dank unserer Beharrlichkeit eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familienleben festgehalten. Hervorzuheben ist hier der neu verbindlich zuge¬sicherte 5-tägige Vaterschaftsurlaub. Zudem können Jugendliche für ausserschulische Tätigkeiten bezahlten Urlaub bis zu einer Woche erhalten.

Im neuen GAV ist eine neue Sichtweise auf die Arbeitnehmenden erkennbar: Attraktive Fachkräfte beiden Geschlechts können nur noch gewonnen beziehungsweise gehalten werden, wenn sie Beruf und Privatleben besser aufeinander abstimmen können. Empfehlungen zur Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen, zur ausserfamiliären Kinderbetreuung sowie zur speziellen Förderung von Jugendlichen und Frauen in der MEM-Industrie sind Schritte in die richtige Richtung. Ausserdem werden die Bestimmungen zur Ehe auf Konkubinat und eingetragene Partnerschaft ausgeweitet, und Stief- und Pflegekinder werden leiblichen und adoptierten Kindern gleichgestellt.

Besonders erfreulich ist für den KV Schweiz, dass der GAV ein klares Bekenntnis zur dualen Berufslehre enthält: Lernende sollen nach der Lehre weiterbeschäftigt werden. Dass trotz anspruchsvoller Bedingungen und stark divergierender Positionen der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite letztlich eine für alle Parteien positive Lösung gefunden werden konnte, ist der gelebten Sozialpartnerschaft und dem Willen aller zu verdanken.

Kontakt

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Hans-Ulrich Schütz

Wirtschafts- und Sozialpolitik

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Karin Oberlin

Sozialpartnerschaften

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