05. März 2014

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Weiterbildungsgesetz: Arbeitgeber in die Pflicht genommen

Der KV Schweiz begrüsst den Entscheid des Ständerats, die Arbeitgeberverantwortung wieder in das Weiterbildungsgesetz aufzunehmen. Mit diesem Punkt werden öffentliche wie private Arbeitgeber in eine gewisse Mitverantwortung genommen, die Weiterbildungsaktivitäten ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen. Mit der heute im Ständerat geführten Debatte über das Rahmengesetz wird die Grundlage geschaffen, die Bildung im Sinne des lebenslangen Lernens aufzuwerten und zu stärken.

Im Gegensatz zum Nationalrat sieht es der Ständerat als wesentlich an, dass Arbeitgeber in einer Mitverantwortung stehen, die Weiterbildungsaktivitäten ihrer Mitarbeitenden zu unterstützen. Damit hat die kleine Kammer ein zentrales Anliegen des KV Schweiz wieder in einer Mindestform in das Weiterbildungsgesetz aufgenommen. Der Kaufmännische Verband forderte die gesetzliche Verankerung einer aktiven Unterstützung der Arbeitgeber bei den Weiterbildungsaktivitäten ihrer Mitarbeitenden.

Der Gesetzesentwurf festigt zudem die Grundkompetenzen der Erwachsenen mit dem Ziel, über praxisnah vermittelte Kompetenzen die Integration jedes Einzelnen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu verbessern. Der KV Schweiz erachtet die Verankerung dieses Punktes als grosse Errungenschaft, die das lebenslange Lernen stärkt.

Mit Artikel 3 ist die vom KV Schweiz lange geforderte Klarheit in Bezug auf die Begrifflichkeiten im nichtformalen Bildungsbereich verankert worden. Die Forderung, dass die im Bildungsraum Schweiz vorhandenen Weiterbildungsangebote für alle transparent und durchlässig sind, wird mit Artikel 7 gesichert, in dem die Anrechenbarkeit von Bildungsleistungen an die formale Bildung verankert wird.

Der KV Schweiz begrüsst zudem den Wettbewerbsartikel unter Berücksichtigung der «Qualität, Leistung und Spezialität» eines Angebotes.

Der Gesetzesentwurf kommt am 18. März zur Differenzbereinigung in den Nationalrat. Der KV Schweiz wird sich dafür einsetzen, dass die Verantwortung der Arbeitgeber Bestandteil des Weiterbildungsgesetzes bleibt.

Kontakt

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Daniel Jositsch

Zentralpräsident und Nationalrat
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