20. Juni 2014

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Nein zur Ecopop-Initiative

Der Zentralvorstand des KV Schweiz hat einstimmig die Nein-Parole zur Ecopop-Initiative beschlossen. Die von der Initiative verlangte rigorose Beschränkung der Zuwanderung trägt der Eingliederung der Schweiz in die Weltwirtschaft nicht Rechnung und würde Wirtschaftskraft und Innovationsfähigkeit entscheidend schwächen.

Der KV Schweiz lehnt die Volksinitiative «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen» (Ecopop) entschieden ab. Zwar wurzelt die Initiative in einer grundsätzlich berechtigten, kritischen Haltung gegenüber vielen Folgen eines ungebrochenen wirtschaftlichen Wachstums. Bei der Bekämpfung von Problemen wie Mobilitätsengpässen, Zersiedelung, Umweltbelastung etc. konzentriert sie sich aber auf das Bevölkerungswachstum als einzigen Einflussfaktor. Damit vereinfacht sie die komplexen Ursachen der genannten Probleme zu stark.

Die massive Einschränkung der Einwanderung bliebe nicht ohne negative Folgen für die Struktur und Attraktivität des Werk- und Dienstleistungsplatzes Schweiz. Zudem würde durch die Auflage, keine völkerrechtlichen Verträge einzugehen, die gegen die Anforderun¬gen der Initiative verstossen, die überlebenswichtige Verflechtung der Schweiz mit dem EU/EWR-Raum und mit der Weltwirtschaft überaus stark beeinträchtigt. Auch die ökologisch erhofften Auswirkungen sind in der Initiative zu wenig durchdacht: Migration würde in der Schweiz, wo alle grossen Wirtschaftszentren grenznah angesiedelt sind, durch mobile Grenzgänger ersetzt. Diese würden insbesondere die Verkehrsinfrastruktur stark beanspruchen. Die Initiative erfasst dies aber in keiner Weise.

Kontakt

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Daniel Jositsch

Zentralpräsident und Nationalrat
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Manuel Keller

Leiter Beruf und Beratung

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