20. Mai 2014

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Nicht auf Kosten des Personals

Die durch die US-amerikanischen Behörden gesprochenen Bussen an die Adresse der Credit Suisse sind drakonisch. Auf der einen Seite bedeutet die Entscheidung der US-Behörden einen weiteren Schritt in Richtung Vergangenheitsbewältigung der Grossbank. Auf der anderen Seite muss jemand für die anhaltenden Rechtsverfahren der CS bezahlen. Für den KV Schweiz ist klar: Dies darf nicht auf Kosten des Personals erfolgen.

Der KV Schweiz erachtet es als wichtig, dass die CS ihre Altlasten schnellstmöglich bereinigt. Denn diese generieren nicht nur auf den Märkten und auf der politischen Bühne, sondern vor allem auch bei den Angestellten ein grosses Mass an Unsicherheit.

Der nun vorliegende Entscheid des US-amerikanischen Justizministeriums ist zwar in erster Linie schmerzhaft. Immerhin führt er aber in der Öffentlichkeit und auch intern, gegenüber den Mitarbeitenden, in einzelnen Punkten zu einer Klärung. Für den KV Schweiz ist jedoch klar: Die CS-Angestellten mussten in jüngster Vergangenheit bereits mehrfach happige Restrukturierungsprogramme über sich ergehen lassen. Es darf nun nicht sein, dass die Mitarbeitenden unter zusätzlichen Restrukturierungs- und Kostensparprogrammen leiden und für die horrenden Bussenkosten und die Verfehlungen einzelner Personen bestraft werden. Auch muss das CS-Management sicherstellen, dass bei der fortlaufenden Bereinigung der Altlasten die Bankangestellten und deren Persönlichkeitsrechte zu jeder Zeit bestmöglich geschützt werden.

Die Grundlage für ein qualitativ hochstehendes und wettbewerbsfähiges Swiss Banking liegt in einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Bewirtschaftung und Förderung der Personalressourcen in der Schweiz. Der KV Schweiz fordert die CS auf, diese anspruchsvolle Aufgabe im Rahmen der Sozialpartnerschaft und gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Banken anzugehen.

Kontakt

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Daniel Jositsch

Zentralpräsident und Nationalrat
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Manuel Keller

Leiter Beruf und Beratung

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