11. Dezember 2013

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Weiterbildung – transparent und durchlässig

Der KV Schweiz erachtet das Weiterbildungsgesetz als wichtigen Schritt für den Bildungsraum Schweiz. Mit der in den letzten Tagen im Nationalrat geführten Debatte über das Rahmengesetz wird die Grundlage geschaffen, die Bildung im Sinne des lebenslangen Lernens aufzuwerten und zu stärken. Zentrale Forderungen des KV Schweiz – wie die Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener, die Verbesserung der Chancengleichheit und die Schaffung von Transparenz und Durchlässigkeit – sind mit dem heutigen Entscheid erfüllt worden.

Der Gesetzesentwurf stärkt die Grundkompetenzen der Erwachsenen mit dem Ziel, über praxisnah vermittelte Kompetenzen die Integration jedes Einzelnen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu verbessern. Der KV Schweiz erachtet die Verankerung dieses Punktes als grosse Errungenschaft, die das lebenslange Lernen stärkt.

Mit Artikel 3 ist die vom KV Schweiz lange geforderte Klarheit in Bezug auf die Begrifflichkeiten im nichtformalen Bildungsbereich verankert worden. Die Forderung, dass die im Bildungsraum Schweiz vorhandenen Weiterbildungsangebote für alle transparent und durchlässig sind, wird mit Artikel 7 gesichert, in dem die Anrechenbarkeit von Bildungsleistungen an die formale Bildung verankert wird.

Der KV Schweiz begrüsst zudem den Wettbewerbsartikel unter Berücksichtigung der «Qualität, Leistung und Spezialität» eines Angebotes sowie die Möglichkeit der Finanzierung von Weiterbildungen im öffentlichen Interesse.
Leider hat der Nationalrat die Arbeitgeberverantwortung zur Weiterbildung ihrer eigenen Mitarbeitenden gestrichen. Somit bleibt die Verantwortung einseitig beim Individuum, was das Recht auf Weiterbildung und berufliche Standortbestimmung der Arbeitnehmenden schwächt.

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Daniel Jositsch

Zentralpräsident und Nationalrat
Mobile 079 503 06 17