kfmv_Business_Excellence_Double_48_0240_RGB_300dpi

Ein klares Nein zu nonstop@work

Ständig erreichbar zu sein, ist auf die Dauer ungesund. Arbeitnehmende und Arbeitgeber müssen zusammen eine Erreichbarkeitskultur schaffen. Ihr Kaufmännischer Verband sagt wie.

Der Nachteil von flexiblen Arbeitsmodellen ist: Sie sind jederzeit einfach und rasch erreichbar, auch ausserhalb der Arbeitszeit. Dadurch löst Ihr Unternehmen Probleme schneller, was sich positiv auf Produktivität und Kosten auswirkt. Sie und Ihre Familie aber kann dies belasten. Sie benötigen nämlich Erholung von der Arbeit, um Ihre Arbeitskraft wieder regenerieren zu können. Ansonsten riskieren Sie, an psychischen Beschwerden zu erkranken. Dann ist auch Ihre Firma betroffen. Sie muss mit kostenintensiven Ausfällen rechnen.

Hier finden Sie eine Liste von psychosozialen Risiken, die zu Stress und schlussendlich zu einem Burnout oder zu Depressionen führen können.

Als Arbeitnehmende können und müssen Sie zusammen mit Ihrem Arbeitgeber diese Risiken minimieren. Sie sollten sich Freiräume, Ihr Arbeitgeber sollte eine Erreichbarkeitskultur schaffen. Der Kaufmännische Verband ist Ihr Partner und gibt Ihnen die notwendigen Tipps.

Tipps für Arbeitnehmende

  • Planen Sie in Ihren Arbeitstag störungsfreie Zeiten und Pufferzonen für Unvorhergesehenes ein.
  • Arbeiten Sie Ihrer Leistungskurve entsprechend.
  • Trennen Sie Arbeit und Freizeit, nur so können Sie sich richtig erholen.

Tipps für Arbeitgeber

  • Die Erreichbarkeit der Angestellten ausserhalb der offiziellen Arbeitszeit in klaren Richtlinien festlegen und festhalten.
  • Für Stellvertretungen sorgen.
  • Die Vorgesetzten schulen.

Tipps für die Nutzung von Smartphones

  • Es lohnt sich, die Reaktionszeiten auf E-Mails, Anrufe und SMS zu unterscheiden. Viele Betriebe erwarten z.B. offiziell gar nicht, dass Sie E-Mails ausserhalb der Arbeitszeit lesen. Sie legen fest, dass in dringenden Fällen ein SMS geschickt wird, auf das Sie sich möglichst schnell zurückmelden.
  • Vereinbart Ihr/e Vorgesetzte/r mit Ihnen, dass Sie zweimal täglich E-Mails auf Ihrem Smartphone lesen müssen, deaktivieren Sie die "Push-Funktion" (bei der Daten laufend aktualisiert werden) und rufen Sie ihre E-Mails aktiv und zu den von ihnen gewählten Zeiten ab.

Tipps für eine gute E-Mail-Kultur

  • Schreiben Sie klare, kurze E-Mails. Ansonsten lösen Sie eventuell unnötige Aktivitäten aus.
  • Mit einer klaren Betreffzeile erleichtern Sie den Empfänger/innen das Lesen, die Planung von Aufgaben sowie ein schnelles Wiederfinden des Mails.
  • Halten Sie den Verteiler klein, schicken Sie E-Mails nur an so viele Personen wie nötig. Thematisieren Sie die "cc-Funktion" regelmässig.
  • Leiten Sie unwichtige Informationsmails nur reduziert weiter. Viele Informationen können Sie auch ans schwarze Brett hängen.
  • Thematisieren Sie die erwartete Reaktionszeit. Müssen Sie sich laufend unterbrechen lassen oder dürften Sie fixe Mail-Zeiten einhalten?
  • Als Führungskraft erhalten Sie eine grosse Menge E-Mails als Kopie. Sie sollten klarstellen, dass sie nicht über jeden Vorgang informiert werden möchten. Ihre Mitarbeitenden haben ja gewisse Kompetenzen.

Achtung Stress!

Psychosoziale Risiken müssen minimiert werden, sonst droht Stress, der in ein Burnout oder zu Depressionen führen kann.

kfmv_Startup_Silh_Peo_02_0164_K_150dpi

Werden Sie Mitglied.

Sie profitieren von unserer Rechts-, Laufbahn- sowie Karriereberatung.

Weiter