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16. Juni 2018

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Delegiertenversammlung des Kaufmännischen Verbandes

An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Kaufmännischen Verbandes steht die Zukunft der Berufsbildung im Zentrum. Im Zuge der Digitalisierung verändern sich nicht nur die Berufsbilder, sondern auch die Laufbahnen und Bildungswege – die „Patchwork-Education“ hält Einzug. Der Lebenslauf wird immer individueller gestaltet und ist geprägt von einer Vielzahl an Stationen. Was bedeutet das für die Zukunft der Berufsbildung? Bundesrat Johann Schneider-Ammann zeigt mit der Strategie Berufsbildung 2030 auf, wo die Reise für das Schweizer Erfolgsmodell hingehen soll.

Megatrends wie die Digitalisierung verändern nicht nur die Berufsbilder, sondern auch die beruflichen Lebensläufe. Die Gesellschaft reagiert auf diese Trends, und die Menschen gestalten heute ihren Berufs- und Bildungsweg individueller und persönlicher. Die „Patchwork-Education“ hält Einzug: eine bunte Mischung aus mehreren und oft kürzeren Ausbildungen, Praktika, häufigeren Jobwechseln, Quereinstiegen, Auslandsaufenthalten oder Auszeiten. Berufsleute arbeiten für mehrere Arbeitgeber – nacheinander oder gleichzeitig, sind nur für Projekte angestellt oder selbständig tätig. In der Folge müssen Bildungsangebote flexibel sein und auf die sich verändernden Berufsbilder reagieren. Durch einen modularen Aufbau von Bildungsangeboten, kürzeren Lernzyklen und kürzeren Weiterbildungen kann man flexibel auf die neusten Anforderungen des Arbeitsmarktes reagieren.

Nicht lineare Bildungsbiografien gewinnen an Bedeutung

Auch die Schweizer Berufsbildung muss sich den Herausforderungen der Zukunft stellen. Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI hat hierzu, zusammen mit den Verbundpartnern, Ende Januar 2018 das Leitbild Berufsbildung 2030 verabschiedet. Ansätze von „Patchwork-Education“ sind darin klar vorgesehen. So sollen die Angebote der beruflichen Grundbildung, der höheren Berufsbildung und der berufsorientieren Weiterbildung besser aufeinander abgestimmt werden, um sicherzustellen, dass auf jeder Stufe eine horizontale wie vertikale Durchlässigkeit besteht. Ausserdem soll mit der Berufsbildung 2030 eine individuelle Laufbahnentwicklung gefördert werden: “Wir müssen in Zukunft offen sein für unkonventionelle Bildungs- und Karrierewege und Kompetenzen angemessen anerkennen, die ausserhalb der klassischen Bildungsinstitutionen erworben werden“, so Bundesrat Schneider-Ammann. Das Leitbild in der Praxis umzusetzen, ist nun Aufgabe der Verbundpartner.

KV-Lehre bietet ausgezeichnete Weiterentwicklungsmöglichkeiten

„Der Kaufmännische Verband setzt sich für eine zukunftsgerichtete Bildungspolitik im dualen Bildungssystem ein. Dazu gehört die Stärkung der KV-Lehre als Grundbaustein für das lebenslange Lernen und die Weiterentwicklung der höheren Berufsbildung“, hält Daniel Jositsch, Präsident des Kaufmännischen Verbandes fest, „mit dem Projekt Kaufleute 2022 machen die Berufsverbände die KV-Lehre fit für die Zukunft. Die Digitalisierung bietet grosse Chancen für unser Berufsfeld. Diese gilt es zu nutzen, gleichzeitig aber auch Arbeitnehmende in diesem Wandel zu informieren, schützen und zu begleiten.“

Kathrin Gasser

Leiterin Marketing und Kommunikation
Mediensprecherin
Telefon +41 44 283 45 84

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