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Lernende ausbilden macht Sinn und lohnt sich

Lernende ausbilden ist eine Win-win-Situation. Junge Menschen, Ihre Angestellten und Ihr Unternehmen profitieren. Der Kaufmännische Verband weiss wie und warum.

Es gibt viele gute Gründe, zu einem Lehrbetrieb zu werden. Einer ist, dass alle Seiten teils mehrfach profitieren. Was haben Sie davon?

  • Sie bieten jungen Menschen einen Ausbildungsplatz und damit eine solide Basis fürs Berufsleben.
  • Sie ziehen so dringend benötigte Fachkräfte heran, sichern dadurch Ihre Zukunft.
  • Die Ausbildung von Lernenden verbessert Ihr Image und Ihren Bekanntheitsgrad.
  • Sie ermöglichen es Ihren Angestellten, als Berufsbildner/innen tätig zu sein und aus dieser Funktion viel Freude und Befriedigung zu generieren.
  • Die besonderen Fähigkeiten der Berufsbildner/innen dienen Ihrem Unternehmen auch zur eigenen Personalschulung.

Was bringen Ihnen Lernende?

  • Sie erwerben Qualifikationen und Kompetenzen, die in Ihrem Unternehmen wichtig sind.
  • Sie bringen Impulse und Informationen aus der Berufsschule und den überbetrieblichen Kursen mit in Ihren Betrieb.
  • Sie haben Mut für Neues, sind kreativ und bringen unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge ein.
  • Sie bereichern die Atmosphäre in Ihrer Firma durch ihre Spontaneität und Frische.
  • Sie kennen die Trends der jungen Generation und damit die Trends der Zukunft. Ihr Unternehmen bleibt so stets am Puls der Zeit.
  • Sie sorgen für ein gutes Klima und eine ausgeglichene Altersstruktur im Betrieb.
  • Sie identifizieren sich mit Ihrem Betrieb, sind deshalb motivierte und engagierte Arbeitnehmende.

Lernende zahlen sich aus!

Betriebswirtschaftlich machen Lernende ebenfalls Sinn. Lehrbetriebe in der Schweiz weisen insgesamt einen Nettonutzen von knapp 500 Millionen Franken aus! Eine repräsentative Studie zu Kosten und Nutzen der Ausbildung von Lernenden hat ergeben, dass im Durchschnitt schon am Ende einer Lehre ein Nettonutzen für den ausbildenden Betrieb resultiert.

Die Lehrzeit lässt sich in zwei Phasen unterteilen, in eine Investitions und in eine Wertschöpfungsphase: In der ersten Hälfte der Ausbildungszeit investieren Sie in die Lernenden. Diese müssen intensiv betreut werden und sind häufiger in der Berufsfachschule oder in überbetrieblichen Kursen. In der zweiten Hälfte der Ausbildungszeit ernten Sie aber bereits die Früchte Ihrer Investitionen. Die Lernenden können selbstständig Arbeiten erledigen und grössere Aufträge ausführen. In vielen Berufen haben die Lernenden in der zweiten Ausbildungshälfte zudem weniger Schultage und keine überbetrieblichen Kurse mehr.

(Quellen: Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich; Amt für Berufsbildung St. Gallen; "Die Volkswirtschaft" 10/2007)

Wie werden Sie zu einem Lehrbetrieb?

Gewisse Grundvoraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Ihr Unternehmen Lehren anbieten kann und so zum Ausbildungsbetrieb wird:

  • Ihr Betrieb braucht vom zuständigen kantonalen Berufsbildungsamt eine Ausbildungsbewilligung. Diese wird aufgrund der Prüfung Ihres Betriebes hinsichtlich Ausbildungsfähigkeit erteilt. Je nach Kanton erhalten Sie diese Bewilligung auf der Basis Ihrer schriftlichen Unterlagen oder dann nach einem Betriebsbesuch durch das Berufsbildungsamt. Grundsätzlich haben alle Kantone grosses Interesse an neuen Ausbildungsbetrieben und sind sehr hilfsbereit.
  • Falls Sie in Ihrem Betrieb schon Lernende ausbilden, aber neu eine kaufmännische Lehrstelle anbieten möchten, müssen Sie eine weitere Ausbildungsbewilligung für die Lehre zum Kaufmann EFZ/zur Kauffrau EFZ beantragen. Ausbildungsbewilligungen sind berufsspezifisch und beurteilen die Ausbildungsfähigkeit Ihres Unternehmens mit Blick auf eine bestimmte Lehre.
  • Nebst der Ausbildungsbewilligung muss jemand in Ihrem Betrieb die Ausbildung zur/m Berufsbildner/in machen. Ohne ausgebildete Berufsbildner/innen wird Ihr Betrieb auf Dauer keine Ausbildungsbewilligung erhalten.

Werden Sie Berufsbildner/in

Übernehmen Sie die Verantwortung für Lernende. Dies bereichert Ihre Firma, die Auszubildenden und Sie selber.