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Finanzielle Beiträge für Weiterbildungen der höheren Berufsbildung:
Berufsprüfung BP und höhere Fachprüfung HFP

Ab dem 1. Januar 2018 tritt die neue Finanzierung der Vorbereitungskurse für eidgenössische Prüfungen – Berufsprüfung/Fachausweis und höhere Fachprüfung/Diplom – in Kraft. Hier erfahren Sie, ob Sie finanzierungsberechtigt sind und wie Sie die Rückerstattung von Kursgebühren beantragen können.

Q&A: Wichtige Fragen & Antworten für Teilnehmende und Absolvierende

Für welche Vorbereitungskurse gilt die neue Finanzierung?


Die neue Finanzierung gilt nur für eidgenössische Berufsprüfungen (Fachausweise) oder höhere eidgenössische Fachprüfungen (Diplome). Sie gilt nicht für Kurse, die von einer höheren Fachschule oder Fachhochschule angeboten werden.

Sind alle Vorbereitungskurse für die eidgenössischen Prüfungen beitragsberechtigt?
Der Bund hat eine Liste mit den beitragsberechtigten Vorbereitungskursen publiziert. Sie können sich aber auch bei der von Ihnen gewählten Schule erkundigen.


Sind Sie finanzierungsberechtigt, dann sollten Sie folgende Punkte beachten:
  • Der von Ihnen gewählte Vorbereitungskurs muss nach dem 1. Januar 2017 gestartet haben.

  • Der Vorbereitungskurs darf nicht kantonal subventioniert werden. Erkundigen Sie sich hierzu bei Ihrer Schule.

  • Ihr Wohnsitz muss beim Erhalt der Prüfungsverfügung (des Prüfungsergebnisses) in der Schweiz liegen.

  • Die anrechenbaren Kursgebühren müssen sich auf mindestens CHF 1000 belaufen.


Der Bundesbeitrag wird erst nach Absolvieren der Prüfung rückerstattet. Dafür werden folgende Dokumente benötigt:
  • Zahlungsbestätigungen und Kursrechnungen der Schule.

  • Verfügung zum Bestehen oder Nichtbestehen der absolvierten eidgenössischen Prüfung (werden von der Prüfungsorganisation ausgehändigt).

Die Beiträge werden Ihnen in jedem Fall rückerstattet, unabhängig davon, ob Sie bestanden haben oder nicht. Die oben genannten Dokumente können ab dem 1. Januar 2018 über ein Onlineportal auf der Homepage des Bundes eingereicht werden.


Wie hoch ist der Kostenanteil, der vom Bund übernommen wird?


Nachdem Sie die Zahlungsbestätigung der Schule eingereicht haben, erstattet Ihnen der Bund 50 Prozent der anrechenbaren Kursgebühren zurück.

Spesen wie Verpflegung, Reisen, Übernachtungen und weitere Kosten, die nicht direkt mit dem Inhalt der eidgenössischen Prüfung in Zusammenhang stehen, werden finanziell nicht unterstützt. Prüfen Sie deshalb, ob Sie diese Kosten durch Ihren Arbeitgeber entschädigt erhalten.

Pro Prüfung gelten folgende Obergrenzen: CHF 19 000 für Berufsprüfungen und CHF 21 000 für höhere Fachprüfungen. Bei nicht bestandener Prüfung können die Kursgebühren für Repetitionskurse bis zu dieser Obergrenze angerechnet werden.

Das Gesuch muss innerhalb von zwei Jahren nach Erhalt der Prüfungsverfügung eingereicht werden.

Gibt es eine Möglichkeit zur Vorfinanzierung der Kursgebühren?
Grundsätzlich werden die Kursgebühren nicht vom Bund vorfinanziert. Bis zum Erhalt des Bundesbeitrags müssen Sie oder Dritte für die anfallenden Kosten aufkommen. Bei Dritten kann es sich um den Arbeitgeber (Weiterbildungsvereinbarung), Branchenverbände (Branchenfonds), den Kanton (kantonales Stipendium), die Bank (Darlehen) u. Ä. handeln. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen, sich bei der Schule direkt über weitere Finanzierungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Eine Ausnahme ist nur dann gerechtfertigt, wenn Sie gemäss letzter Steuerveranlagung weniger als CHF 88.- direkte Bundessteuer geleistet haben. In diesem Fall können Sie Ihren Rückzahlungsantrag bereits vor Abschluss der eidgenössischen Prüfung einreichen (ab dem 1. Januar 2018 über das Onlineportal möglich). Im Gegenzug müssen Sie sich aber schriftlich dazu verpflichten, die eidgenössische Prüfung abzulegen. Schliesslich müssen die anrechenbaren Kursgebühren höher als CHF 3500 sein.

Was muss bei der Finanzierung durch Dritte beachtet werden?
Der Bund leistet nur dann einen Beitrag an die Kursgebühren, wenn diese in Ihrem und nicht im Namen eines Dritten an die Schule bezahlt werden. Arbeitgeber sollen sich jedoch weiterhin an den Weiterbildungskosten beteiligen. Daher ist es wichtig, dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Weiterbildungsvereinbarung treffen. Darin muss klar geregelt sein, welchen Kostenanteil er übernimmt und inwiefern bzw. in welcher Form Sie den erhaltenen Bundesbeitrag an ihn zurückzahlen müssen.

Vorsicht: Zahlt Ihr Arbeitgeber seinen Anteil der Kursgebühren direkt an die Schule, so sinkt Ihr Subventionsanspruch um den entsprechenden Betrag.

Beispiel 1: Auswirkung auf den Subventionsanspruch bei Drittfinanzierung an die Schule

Gesamtbetrag anrechenbare Kursgebühren (3 Semester à CHF 4000) CHF 12 000
Von Drittem an Schule überwiesener Betrag CHF 4000

Betrag für die Bemessung der Subvention (Betrag auf Zahlungsbestätigung) CHF 8000
Subventionsbeitrag Bund (50%) an Absolvierende/n CHF 4000
Kosten zu Lasten der/s Absolvierenden CHF 4000

Anders sieht es hingegen aus, wenn Ihr Arbeitgeber seinen Beitrag direkt an Sie und nicht an die Schule auszahlt. Dann haben Sie Anrecht auf den vollen Bundesbeitrag und erhalten 50% der angefallenen Kurskosten zurück.

Beispiel 2: Auswirkung auf den Subventionsanspruch bei Drittfinanzierung an die/den Absolvierende/n

Gesamtbetrag anrechenbare Kursgebühren (3 Semester à CHF 4000) CHF 12 000
Vom Dritten an Absolvierende/n überwiesener Betrag CHF 4000

Betrag für die Bemessung der Subvention (Betrag auf Zahlungsbestätigung) CHF 12 000
Subventionsbeitrag Bund (50%) an Absolvierende/n CHF 6000
Kosten zu Lasten der/s Absolvierenden CHF 2000

Weiteres zur Finanzierung durch Dritte, insbesondere Arbeitgeber, finden Sie hier.

Erklärungsvideo des SBFI zu Bundesbeiträgen

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