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Digitalisierung, Tertiärisierung und eine kürzere Halbwertszeit des Wissens zeichnen den Strukturwandel innerhalb der Wirtschaftssektoren aus. Diese Entwicklungen in Richtung Dienstleistungsgesellschaft führen zu neuen Berufsbildern und Beschäftigungsverhältnissen und erfordern neue Lern- und Arbeitsformen. Um mit den Veränderungen mithalten und auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts frühzeitig reagieren zu können, muss das Schweizer Bildungssystem agiler und flexibler werden.

Forderung

Zentrales Element einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik ist die Sicherstellung der Arbeitsmarktfähigkeit. Dafür braucht es ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungen, welches operativ wie auch strategisch gleichermassen von allen bildungs-​ und arbeitsmarktrelevanten Akteuren mitgestaltet wird. Entsprechend fordert der Kaufmännische Verband mehr Gehör in der Bildungspolitik des Bundes und eine bessere Einbindung in strategische Entscheide zur Zukunft der Schweizer Berufsbildung.

Analyse

Im Rahmen der Berufsbildungsstrategie 2030 (Projekt «Optimierung der Governance») wird aktuell über die zukünftige Struktur, Zusammensetzung und Zusammenarbeit der nationalen, verbund-​partnerschaftlichen Gremien in der Berufsbildung diskutiert. Insbesondere stellt sich die Frage nach einem neuen, fachlich-​strategischen Gremium und seiner Zusammensetzung. Der laufende Prozess bietet eine Chance, die Gremien in der Berufsbildung repräsentativer auszugestalten.

Sowohl das Nationale Spitzentreffen der Berufsbildung als auch das Steuergremium Berufsbildung 2030 setzt sich aus Vertretern von Bund und Kantonen sowie dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse auf Arbeitnehmerseite und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und dem Schweizerischen Gewerbeverband auf Arbeitgeberseite zusammen. Damit stehen wir im Bereich der dualen Bildung vor einer sehr ähnlichen Ausgangslage wie im Bereich Arbeitsmarktpolitik: Erwerbstätige aus Dienstleistungs-​ und Wissensberufen sind nicht ausreichend in ausserparlamentarischen Kommissionen des Bundes, bei Sozialpartnerschaftskonsultationen oder bei nationalen Konferenzen zu Arbeitsthemen repräsentiert.

Unabhängige und lösungsorientierte Verbände, die nicht in den beiden Gewerkschaftsdachverbänden zusammengeschlossen sind, sind in der Berufsbildungsstrategie 2030 demnach nicht vertreten. Und das obwohl Erwerbstätige aus dem Dienstleistungssektor und in Wissensberufen eine überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmenden ausmachen und besonders von den Entwicklungen der Arbeitswelt betroffen sind.

Die Angestellten-​ und Berufsverbände der plattform agieren im Interesse genau dieser Berufsgruppen. Ausserdem sind der Kaufmännische Verband, der Schweizer Kaderorganisation SKO und veb.ch als Organisationen der Arbeitswelt (OdA) Mitträger von über 20 Berufsbildern in der Grundbildung und der Höheren Berufsbildung. In diesem Sinne bietet die plattform nicht nur einen Mehrwert für eine echte Repräsentation aller Erwerbstätigen in bildungs-​ und arbeitsmarktpolitischen Fragen, sondern auch ein breites Fachwissen und eine weitreichende Vernetzung im Schweizer Berufsbildungssystem.

«Die Berufslehre bietet eine ausgezeichnete Grundlage, die viele Türen für die berufliche Zukunft öffnet.»
Michael Kraft

die plattform – Allianz für Angestellten- und Berufspolitik

Die Duale Bildung wird als plattform-Thema betreut.

Die plattform vertritt die gemeinsamen politischen Interessen von Angestellte Schweiz, des Kaufmännischen Verbandes, der Schweizer Kader Organisation SKO, der Zürcher Gesellschaft für Personal-Management (ZGP), Verkauf Schweiz, dem Kaderverband des öffentlichen Verkehrs KVöV und veb.ch, dem Schweizer Verband für Rechnungslegung, Controlling und Rechnungswesen, gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Zusammen vertreten diese Verbände die Anliegen von über 88 000 Mitgliedern in bildungs-, wirtschafts- und angestelltenpolitischen Themen. Ziel ist es, übergeordnete politische Interessen zu bündeln und konsensorientierten und kompromissfähigen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen.

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