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Digitalisierung, Tertiärisierung und eine kürzere Halbwertszeit des Wissens zeichnen den Strukturwandel innerhalb der Wirtschaftssektoren aus. Diese Entwicklungen in Richtung Dienstleistungsgesellschaft führen zu neuen Berufsbildern und Beschäftigungsverhältnissen und erfordern neue Lern- und Arbeitsformen. Um mit den Veränderungen mithalten und auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts frühzeitig reagieren zu können, muss das Schweizer Bildungssystem agiler und flexibler werden. Der Kaufmännische Verband Schweiz ist das Kompetenzzentrum für duale Bildung in kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Berufen und Berufen des Detailhandels. In dieser Rolle ist er auch in der Bildungspolitik tätig, als Verband und als Teil der politischen Allianz die plattform.

Forderung

Zentrales Element einer zukunftsgerichteten Bildungspolitik ist die Sicherstellung der Arbeitsmarktfähigkeit. Dafür braucht es ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungen, welches operativ wie auch strategisch gleichermassen von allen bildungs-​ und arbeitsmarktrelevanten Akteuren mitgestaltet wird. Entsprechend fordert der Kaufmännische Verband Schweiz mehr Gehör für Angestellten- und Berufsverbände, welche nicht den beiden Gewerkschaftsdachverbänden angeschlossen sind, in der Bildungspolitik des Bundes und eine bessere Einbindung in strategische Entscheide zur Zukunft der Schweizer Berufsbildung.

Analyse

Im Rahmen der Berufsbildungsstrategie 2030 (Projekt «Optimierung der Governance») wurde die zukünftige Struktur, Zusammensetzung und Zusammenarbeit der nationalen, verbund-​partnerschaftlichen Gremien in der Berufsbildung festgelegt. Sie trat 2021 in Kraft. Insbesondere stellte sich die Frage nach einem neuen, fachlich-​strategischen Gremium und seiner Zusammensetzung. Es wurde ein neues Gremium, die Tripartite Berufbildungskonferenz (TBBK) geschaffen. Sie setzt sich aus denselben Akteuren wie das übergeordnete Gremium, das Nationale Spitzentreffen der Berufsbildung zusammen.  nämlich  aus Vertretern von Bund und Kantonen sowie dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse auf Arbeitnehmerseite und dem Schweizerischen Arbeitgeberverband und dem Schweizerischen Gewerbeverband auf Arbeitgeberseite zusammen. Damit stehen wir im Bereich der dualen Bildung vor einer sehr ähnlichen Ausgangslage wie im Bereich Arbeitsmarktpolitik: Erwerbstätige aus Dienstleistungs-​ und Wissensberufen sind nicht ausreichend in den relevanten Gremien des Bundes repräsentiert.

Und das, obwohl Erwerbstätige aus dem Dienstleistungssektor und in Wissensberufen eine überwältigende Mehrheit der Arbeitnehmenden ausmachen und besonders vom aktuellen Strukturwandel betroffen sind.

Die Angestellten-​ und Berufsverbände der plattform agieren im Interesse genau dieser Berufsgruppen. Ausserdem sind der Kaufmännische Verband Schweiz, Swiss Leaders und veb.ch als Organisationen der Arbeitswelt (OdA) Mitträger von über 20 Berufsbildern in der Grundbildung und der Höheren Berufsbildung. In diesem Sinne bietet die plattform nicht nur einen Mehrwert für eine echte Repräsentation aller Erwerbstätigen in bildungs-​ und arbeitsmarktpolitischen Fragen, sondern auch ein breites Fachwissen und eine weitreichende Vernetzung im Schweizer Berufsbildungssystem. Die Angestellten- und Berufsverbände werden jedoch nur zu den untergeordneten «Dialogforen» eingeladen, in denen nur wenig Platz für Mitgestaltung bleibt.

«Der duale Bildungsweg hat für die Praxis und den Arbeitsmarkt Schweiz weiterhin eine grosse Bedeutung. Die Berufslehre bietet eine ausgezeichnete Grundlage, die viele Türen für die berufliche Zukunft öffnet.»
Melinda Bangerter, Leiterin Bildung beim Kaufmännischen Verband Schweiz

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