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Als Kompetenzzentrum für Bildung und Beruf unterstützen wir dich bei der Lehrstellensuche. Die wichtigsten Informationen zur Lehrstellensuche sowie wertvolle Bewerbungstipps haben wir hier für dich zusammengetragen.

Lehrstellensuche

Du hast einen Beruf gefunden, den du spannend findest und der zu dir passt? Jetzt kommt die wichtigste Aufgabe auf dich zu: Die Lehrstellensuche und die Bewerbung. Die wichtigsten Informationen zur Lehrstellensuche sowie wertvolle Tipps, die dich dabei unterstützen, haben wir hier für dich zusammengetragen.

  1. Bevor du mit der Lehrstellensuche beginnst, solltest du folgende Fragen kurz reflektieren und beantworten. Sie geben dir erste Anhaltspunkte für die Vorbereitung deiner Bewerbungsunterlagen und das Verfassen deines Bewerbungsbriefs.

    • Warum interessierst du dich genau für diesen Beruf? Was gefällt dir daran?
    • Bringst du die schulischen Voraussetzungen dafür mit?
    • Passt die Ausbildung zu deinen Fähigkeiten und Eigenschaften?
    • Kennst du deine Stärken und Interessen?
    • Weisst du, wie ein klassischer Arbeitstag verläuft?
    • Hast du bereits Berufsbesichtigungen und Schnupperlehren gemacht?

    Alles klar? Dann kannst du jetzt mit der Lehrstellensuche beginnen.

    Kannst du diese Fragen nicht ohne zu zögern beantworten, solltest du dich nochmal intensiv mit deiner Berufswahl auseinandersetzen.

    Infoportal der Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung

  2. Infos sammeln, telefonieren, Bewerbungen schreiben, Vorstellungsgespräche vorbereiten usw. Die Lehrstellensuche ist echte Knochenarbeit und braucht viel Disziplin, Geduld und Ausdauer. Der Sondereinsatz lohnt sich aber immer, denn du investierst in deine berufliche Zukunft.

    Suche nach offenen Lehrstellen auf LENA (Lehrstellennachweis).

    Erkundige dich bei der Berufsberatung oder im Berufsinformationszentrum (BIZ), ob und wo regionale Lehrstellenbörsen bestehen.

    • Informiere dich im Internet.
    • Vergiss nicht, auch im Bekanntenkreis nach offenen Lehrstellen zu fragen!
    • Frage Betriebe aus deiner Region nach offenen Lehrstellen. Am besten rufst du die Betriebe direkt an.
    • Gewisse Betriebe verlangen Eignungstests und wenden interne Auswahlverfahren an. Erkundige dich nach solchen Tests.
    • Gewisse Betriebe stellen nur Lernende ein, die sie bereits aus einer Schnupperlehre kennen. Kläre das vorgängig ab und erkundige dich, ob es allenfalls möglich wäre, eine Berufsbesichtigung zu machen oder zu schnuppern.
    • Bewirb dich an mehreren Orten! Damit erhöhst du deine Chancen.
    • Notiere immer den Namen des Betriebs sowie den Namen deiner Ansprechperson und speichere alle deine Motivationsschreiben ab, damit du die Übersicht behältst.

    Mehr Informationen dazu:  

Tipps fürs Bewerbungsdossier

Deine Bewerbungsunterlagen sind dein Portfolio. Sie entscheiden, ob du zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst und ob du die Chance bekommst, dich persönlich vorzustellen. Es lohnt sich, die Bewerbungsunterlagen sorgfältig vorzubereiten.

Zu deinen Bewerbungsunterlagen zählen folgende Dokumente:

  • Motivationsschreiben
  • Kurzer CV/Lebenslauf
  • Kopie deiner Zeugnisse und Zertifikate
  • Aktuelles Foto
  • Wenn verlangt: Kopie von Testergebnissen (Checks)

Deine Unterlagen dürfen durchaus eine persönliche Note aufweisen. Sie müssen aber übersichtlich sein.

Achte darauf, dass du zu deinem Bewerbungsdossier genau das hinzufügst, was der Betrieb verlangt.

  1. Das wichtigste Dokument von deinem Bewerbungsdossier ist das Motivationsschreiben. Damit weckst du das Interesse eines Betriebs. Der erste Eindruck ist entscheidend.

    • Halte das Motivationsschreiben kurz und klar.
    • Zeige Interesse am Lehrbetrieb. Erkläre, warum du dich für diese Lehrstelle bewirbst und was dich am Beruf interessiert. 
    • Schreibe eine persönliche Bewerbung. Am besten schreibst du jedes Motivationsschrieben neu, um 0815-Aussagen zu vermeiden. 
    • Achte auf Rechtschreibung und Grammatik: Lass das Motivationsschrieben von jemandem mit Erfahrung (z.B. Eltern, Verwandten/Bekannten, Lehrpersonen usw.) durchlesen. 
    • Erwähne deine speziellen Fähigkeiten, Erfahrungen (z.B. Ferienjob, Engagement, Hobbys) und besondere Interessen. 
    • Erwähne deine Schnupperlehren – auch wenn diese nicht im gesuchten Bereich waren. 
  2. Der Lebenslauf gibt dir Gelegenheit, dich kurz und klar vorzustellen. Am besten verfasst du deinen Lebenslauf in tabellarischer Form. Erwähne deine speziellen Fähigkeiten, Erfahrungen (z.B. Ferienjob, Praktikum) oder absolvierte Schnupperlehren, um für dich zu werben. Aktuelle Erfahrungen stehen immer zuoberst und Relevantes solltest du hervorheben.

    In deinen Lebenslauf gehören folgende Informationen:

    • Personalien: Name und Vorname, Adresse, Telefon, Geburtsdatum, Name und Vorname der Eltern (inkl. Beruf)
    • Aktuelles Foto
    • Schulen: Besuchte Schulen (Name, Ort, Datum: von wann bis wann)
    • Sprachen: Gib jeweils an, wie gut du welche Sprache beherrschst (Muttersprache, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse, mündlich/schriftlich)
    • Besondere Interessen und Hobbys: Aufgabe beschreiben (z.B. Pfadileiter:in oder Captain in einem Sportverein)
    • Referenzen: Name und Vorname (inkl. Beruf), Adresse, Telefonnummer (z.B. einer Lehrperson – diese musst du unbedingt vorher informieren)

    Achte auch hier auf Rechtschreibung und Grammatik: Lass den Lebenslauf von deinen Eltern, einer Lehrperson oder jemandem, dem du sonst vertraust durchlesen.  

Selbstbewusst zum Vorstellungsgespräch

Gratulation! Du hast es eine Runde weitergeschafft und darfst dich in einem Betrieb persönlich vorstellen. Der Lehrbetrieb will dich genauer kennen lernen. Sei so, wie du bist und überzeuge mit deiner Persönlichkeit.

Bei Absagen, nicht den Kopf hängen lassen! Erkundige dich bei der zuständigen Person, weshalb du die Stelle nicht bekommen hast und nutze die Rückmeldung für deine nächste Bewerbung.

    • Überlege dir nochmals, wieso dich dieser Beruf interessiert und was deine Motivation ist, genau bei diesem Betrieb die Lehre zu machen. Schau dir die Homepage der Firma genau an.  
    • Am besten übst du mit jemandem ein Vorstellungsgespräch. 
    • Der Betrieb wird dir sicherlich Fragen zu deinem Motivationsschreiben und deinem Lebenslauf stellen (z.B. deine Motivation für die Lehre, dein Berufsziel, deine Schulzeit, deine Lieblingsfächer und Leistungen). Bereite mögliche Antworten vor. 
    • Überlege dir Fragen an den Lehrbetrieb, die du im Gespräch beantwortet haben möchtest. 
    • Achte darauf, dass du dich sauber und gepflegt anziehst und das du dich dabei wohlfühlst. So wirkst du natürlich und freundlich. 
    • Komm pünktlich zum Bewerbungsgespräch. Der erste Eindruck zählt! 
    • Merke dir den Namen der zuständigen Person. 
    • Bedanke dich für den Termin. 
    • Nimm Kopien deiner Bewerbungsunterlagen sowie Papier und Schreibzeug mit. So kannst du auch während des Gesprächs wichtige Informationen aufschreiben. 
    • Warum hast du dich auf diese Lehrstelle beworben? 
    • Was interessiert dich an diesem Betrieb? 
    • Was erwartest du von deinen künftigen Tätigkeiten und von deiner vorgesetzten Person? 
    • Worin bestehen deine künftigen Aufgaben? 
    • Wer ist dein:e Vorgesetzte:r? 
    • Mit wem wirst du zusammenarbeiten? 
    • Wie sind die Chancen nach der Lehre, vom Betrieb übernommen zu werden?  
    • Frage beim Betrieb nach, wenn du keine Antwort bekommst. 
    • Nur ein schriftlicher Lehrvertrag ist gültig: Er muss von dir selbst, deinen Eltern und dem Lehrbetrieb unterschrieben und vom kantonalen Amt für Berufsbildung genehmigt werden. 
    • Informiere andere Firmen, bei denen du dich beworben hast, wenn du eine Lehrstelle gefunden hast. 

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