Seitennavigation & Suche

Abschied vom klassischen Achtstundentag

In den letzten Jahren sind zahlreiche neue Arbeitsmodelle entstanden. Dabei fällt auf: Der klassische Achtstundentag kommt immer seltener vor. Treiber dafür ist die Digitalisierung, wobei es auch in der vordigitalen Zeit bereits Ansätze zu einer freieren Arbeitsgestaltung gab.

  1. Einsätze von Arbeitnehmenden, die auf Veranlassung des Arbeitgebers beziehungsweise in Abhängigkeit des Arbeitsvolumens hin erfolgen. Es wird unterschieden zwischen Abrufarbeit mit oder ohne Befolgungspflicht.

  2. Mitarbeiter verrichten einen Teil ihrer Arbeit ausserhalb ihres Arbeitsplatzes, zum Beispiel im Homeoffice, im Zug auf dem Weg ins Büro oder in einem Coworking-Space.

  3. Freelancer oder kleine Start-ups arbeiten in Coworking-Spaces zusammen. Sie profitieren von der gemeinsamen Infrastruktur und vom Know-how der anderen Coworker. Die Zugehörigkeit ist zeitlich begrenzt und unverbindlich.

  4. Ein Crowdworker kommt an einem beliebigen Ort auf der Welt und zu irgendeiner Tages- oder Nachtzeit zum Einsatz. Seine Aufträge bezieht er via Internet von Firmen, welche ihre Projekte aufteilen und als Kleinaufträge vergeben.

  5. Eine freischaffende Person arbeitet auftragsbezogen für einen oder mehrere Auftraggeber, wobei er oder sie mit diesen keinen Arbeitsvertrag eingeht. Freelancer tragen das wirtschaftliche Risiko allein und sind selber verantwortlich für die Beiträge an Versicherungen und Vorsorgeeinrichtungen.

  6. Zur Vermittlung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer dient eine Onlineplattform, wobei der Plattformbetreiber eine Provision kassiert. Die Ausführenden von Gig-Jobs sind Freelancer.

  7. Ein Modell aus der vordigitalen Zeit: Arbeitnehmende müssen sich an die von ihrem Arbeitgeber vorgegebenen Blockzeiten halten, darüber hinaus können sie ihre Arbeitszeit frei einteilen, vorausgesetzt, dass sie die Sollzeit einhalten.

  8. Die zu leistenden Arbeitsstunden werden über das ganze Jahr verteilt. Das Modell ist ausser bei Arbeitnehmenden auch bei Arbeitgebern zunehmend beliebt. Diese können Arbeitseinsätze laufend dem Auftragsvolumen anpassen und Schwankungen mit der bestehenden Belegschaft ausgleichen.

  9. Eine Stelle wird auf zwei oder mehrere Personen im Umfang eines bestimmten Anteils an Stellenprozenten aufgeteilt. Mit Topsharing ist gemeint, dass es sich um eine Stelle im Management handelt.

  10. Arbeitnehmende leisten ein Pensum, das weniger als 100% beträgt. Die entsprechende Reduktion kann pro Tag, Woche, Monat oder pro Jahr erfolgen. Die Arbeit wird kontinuierlich oder in Intervallen geleistet.

  11. Arbeitseinsatz von befristeter Dauer, meist via Personaldienstleister, zur Überbrückung von Personalmangel oder um Auftragsschwankungen aufzufangen.

  12. Im Vordergrund steht das Erreichen von vereinbarten Zielen, nicht die zeitliche Präsenz der Arbeitnehmenden. Die Arbeitszeit wird nicht erfasst. Die Arbeitnehmenden entscheiden eigenverantwortlich, wann und wo sie ihre Arbeit erledigen.

Kostenlose Merkblätter

Ratgeber

Kontakt