Seitennavigation & Suche
KV-Reform: Ein Kraftakt für die Zukunft
Als Anfang Juni 2026 über 10 000 angehende Kaufleute EFZ ihre digitale Abschlussprüfung absolvierten, erreichte die grösste Berufsbildungsreform der Schweiz einen wichtigen Meilenstein. Was an diesem Tag sichtbar wurde, begann jedoch bereits fast zehn Jahre zuvor. Ein Rückblick auf eine Reform, die das KV grundlegend verändert hat – und noch lange nicht abgeschlossen ist.
Die Geschichte der KV-Reform beginnt nicht in einem Schulzimmer, sondern in den Büros und Betrieben der Schweiz. Dort veränderte sich die Arbeitswelt in den vergangenen Jahren rasant. Digitale Prozesse ersetzten Routinearbeiten, Projektarbeit gewann an Bedeutung, neue Technologien hielten Einzug in den Büroalltag. Als die kaufmännische Grundbildung 2017 im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Überprüfung analysiert wurde, zeigte sich deshalb Handlungsbedarf. «Der damalige Befund war klar: Das kaufmännische Berufsfeld verändert sich rasant», erinnert sich Roland Hohl, der als Geschäftsführer der damaligen Trägerschaften SKKAB (Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen) und IGKG Schweiz (Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung) den Reformprozess von Beginn an begleitete.
Die Geschichte der KV-Reform beginnt in den Büros und Betrieben der Schweiz.KV-Reform
Startschuss für das Reformprojekt «Kaufleute 2022»
2018 fiel der Startschuss für das Reformprojekt «Kaufleute 2022». Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt machten sich gemeinsam daran, das Berufsbild neu zu definieren. Die zentrale Frage lautete: Welche Kompetenzen brauchen Kaufleute in einer Arbeitswelt, die sich ständig verändert? Antworten auf diese Frage lieferte eine umfassenden Analyse des Berufsfelds. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Praxis sowie gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnisse wurde untersucht, welche Kompetenzen Kaufleute künftig benötigen. «Daraus entstand das neue Qualifikationsprofil, das sowohl branchenübergreifende als auch branchenspezifische Anforderungen berücksichtigt», erklärt Roland Hohl. Damit wurde die die Grundlage geschaffen, um die Handlungskompetenzorientierung an allen Lernorten – im Betrieb, in den überbetrieblichen Kursen und an den Berufsfachschulen – konsequent umzusetzen.
Ein Paradigmenwechsel im Lernen
Statt einzelne Fächer ins Zentrum zu stellen, sollte die Ausbildung künftig konsequent an beruflichen Handlungssituationen ausgerichtet werden. Die sogenannte Handlungskompetenzorientierung wurde zum Kernstück der Reform. «Die Ausrichtung an Handlungskompetenzen ist heute in allen beruflichen Grundbildungen Standard», erklärt Toni Messner, Leiter Ressort Berufliche Grundbildung beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Neu werde der Erwerb von Wissen, Fertigkeiten und Haltungen systematisch entlang konkreter beruflicher Anforderungen aufgebaut.
Für die KV-Lehre bedeutete dies einen Paradigmenwechsel. Kaufleute sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern zeigen können, dass sie dieses Wissen in realen Arbeitssituationen anwenden. Auch für den Kaufmännischen Verband Schweiz war dies ein zentraler Schritt. Als Mitglied der Kerngruppe begleitete er die Reform während mehrerer Jahre und trug dazu bei, die Veränderungen gegenüber zukünftigen Lernenden und Eltern, Berufs- und Praxisbildner:innen und Betrieben verständlich zu machen. «Das KV ist einer der letzten Lehrberufe, die auf die Handlungskompetenzorientierung umgestiegen sind», sagt Melinda Bangerter, Leiterin Bildung beim Kaufmännischen Verband Schweiz. Ziel sei eine Ausbildung mit möglichst direktem Bezug zum Berufsalltag. «Es geht nicht nur darum, Wissen zu vermitteln, sondern Kompetenzen aufzubauen und zu üben, die im Arbeitsleben tatsächlich gebraucht werden.»
Kaufleute sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern zeigen können, dass sie dieses Wissen in realen Arbeitssituationen anwenden.KV-Reform
Viele Partner, ein gemeinsames Ziel
Dass die Reform letztlich zustande kam, ist auch Ausdruck einer besonderen Stärke der Schweizer Berufsbildung: der Verbundpartnerschaft. Organisationen der Arbeitswelt, Kantone und Bund brachten unterschiedliche Perspektiven ein. Entsprechend intensiv verliefen die Diskussionen. «Gerade dieser iterative Abstimmungsprozess war letztlich der entscheidende Faktor der Reform», sagt Toni Messner. Die Organisationen der Arbeitswelt definierten die Anforderungen der Zukunft, die Kantone sorgten für die Umsetzbarkeit, während der Bund die Kohärenz des Gesamtsystems sicherstellte.
Auch die Kantone spielten eine weit aktivere Rolle, als oft wahrgenommen wird. «Die Kantone sind nicht bloss Vollzugsorgane», betont Regula Kreyenbühl vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich, die den Reformprozess als Vertreterin der Kantone eng begleitet hat. Immer wieder mussten nationale Vorgaben mit kantonalen Besonderheiten abgestimmt werden. Ein Beispiel ist die Fremdsprachenausbildung: Während die meisten Deutschschweizer Kantone Englisch als erste Fremdsprache unterrichten, setzen Bern, Freiburg und Wallis für ihre deutschsprachigen Lernenden auf Französisch. Der Konsens musste immer wieder neu ausgehandelt werden.
Von der Theorie in die Praxis
Mit dem Erlass der neuen Bildungsverordnung und der Bildungspläne im August 2021 war die Reform beschlossen. Nun begann die eigentliche Umsetzungsarbeit. Lehrmittel mussten entwickelt, Instrumente erarbeitet, Lehrpersonen geschult und neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Schule, Betrieb und überbetrieblichen Kursen aufgebaut werden. Für viele Berufsfachschulen bedeutete dies eine grundlegende Neuorientierung. «In den Stundenplänen stehen heute keine Fächer mehr, sondern Handlungskompetenzbereiche», sagt Peter Kaeser, Direktor der WKS Bern und Präsident der Schweizerischen Konferenz der kaufmännischen Berufsfachschulen. Wirtschaft, Kommunikation und Technik werden weiterhin unterrichtet, allerdings viel stärker miteinander vernetzt und auf betriebliche Situationen ausgerichtet. Hinzu kommt ein stärkerer Fokus auf die Selbstreflektion und Selbstführung. Gleichzeitig zeigte sich auch das Potenzial des neuen Ansatzes. Besonders in Erinnerung geblieben ist Peter Kaeser die Rückmeldung einer Lernenden, die Wissen aus dem Unterricht erfolgreich im Betrieb anwenden und ihrem Praxisbildner bei einer konkreten Problemstellung helfen konnte. Für ihn verkörpert diese Erfahrung den Kern der Reform: Lernen und Arbeiten rücken näher zusammen.
Regula Kreyenbühl spricht von einem eigentlichen Paradigmenwechsel. Lehrpersonen hätten nicht nur neue Inhalte, sondern teilweise eine völlig neue Unterrichtsweise erlernen müssen. Die Planung, Weiterbildung und Finanzierung dieser Veränderungen sei äusserst anspruchsvoll gewesen. Damit eine Reform dieser Grössenordnung gelingen könne, brauche es den Einbezug aller Bildungspartner, genügend Zeit für die Weiterbildung von Lehrpersonen und Berufsbildenden sowie praxistaugliche Instrumente für die Umsetzung. Trotz anfänglicher Unsicherheiten zieht Kreyenbühl eine positive Bilanz: Die Lernenden würden heute praxisnäher ausgebildet, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhe.
Es braucht neue und engere Formen der Zusammenarbeit zwischen Schule, Betrieb und überbetrieblichen Kursen.KV-Reform
Startschuss für die neue KV-Lehre
Am 1. August 2023 begann die neue KV-Lehre offiziell. Erstmals starteten Lernende schweizweit ihre Ausbildung nach der reformierten Bildungsverordnung. Die Konzepte, die zuvor auf Papier entwickelt worden waren, mussten sich nun im Alltag bewähren. Für Melinda Bangerter war dies eine besonders intensive Phase. «Die KV-Reform war für alle Beteiligten sehr anspruchsvoll. Man könnte fast von einer Mammutreform sprechen», sagt sie. Vor allem für Schulen und Lehrpersonen sei der Aufwand enorm gewesen. Dennoch habe sich die Investition gelohnt. Das KV sei weiterhin die beliebteste Lehre der Schweiz. Damit das so bleibe, müsse sich die Ausbildung kontinuierlich weiterentwickeln.
Neue Prüfungen für eine neue Ausbildung
Sichtbar wurde die Reform auch beim Qualifikationsverfahren. «Die früheren Prüfungen haben vor allem abgebildet, was jemand weiss», sagt Reto Wegmüller, Präsident der Nationalen Leitung Qualifikationsverfahren Kaufleute. «Die neuen Prüfungen zeigen, was jemand in einer beruflichen Situation tatsächlich tun kann.» Die Aufgaben orientieren sich an realistischen Praxissituationen. Herzstück ist die geleitete Fallarbeit, bei der die Kandidatinnen und Kandidaten komplexe Problemstellungen bearbeiten, Informationen verknüpfen und Lösungen entwickeln müssen. Die dabei zulässige Nutzung von KI stellt eine neue Herausforderung dar, die bei der Weiterentwicklung berücksichtigt werden muss.
Der sichtbarste Moment der Reform folgte schliesslich im Juni 2026. Bereits ein Jahr zuvor hatten rund 350 Lernende ihre schulische EBA-Abschlussprüfungen erstmals digital absolviert. Die EFZ-Prüfungen spielten jedoch in einer völlig anderen Grössenordnung. Mehr als 10 000 Lernende, über 90 Schulen und drei Sprachregionen mussten koordiniert werden. «Die digitalen QV-Prüfungen sind ein zentraler Teil der KV-Reform», sagt Kathrin Ziltener, Leiterin der Geschäftsstelle QV des Kaufmännischen Verbands Schweiz. Mindestens ebenso wichtig wie die technische Umsetzung war die inhaltliche Neuausrichtung der schulischen QV-Prüfungen. Während die schriftlichen Prüfungen auf realitätsnahen Praxisfällen basieren, bearbeiten die Lernenden in den mündlichen Prüfungen Mini Cases, Rollenspiele oder sogenannte Critical Incidents. Ziel sei es, die Prüfung möglichst nahe an den Berufsalltag heranzuführen. «Die Aufgaben orientieren sich an konkreten Situationen aus dem Arbeitsleben und aus dem Alltag», sagt Ziltener.
Am 1. August 2023 begann die neue KV-Lehre offiziell. Rund 12 500 Lernende starteten die Ausbildung zum EFZ und EBA.KV-Reform
Nach der Reform ist vor der Reform
Wer die Geschichte der KV-Reform erzählt, kommt deshalb nicht mit dem Juni 2026 ans Ende. Im Gegenteil. Die Erfahrungen der ersten Absolventinnen und Absolventen werden nun ausgewertet. Rückmeldungen aus Schulen, Betrieben und Branchen fliessen laufend in die Weiterentwicklung ein. «Mit der Reform haben wir bewusst Strukturen geschaffen, die eine kontinuierliche Anpassung ermöglichen», sagt Stefan Gamper, Geschäftsführer von Bildung Kaufleute Schweiz. Veränderungen in der Arbeitswelt sollen künftig schneller aufgenommen werden können, ohne dass es erneut eine Totalrevision braucht.
Die Nähe zur Praxis bleibt dabei entscheidend. Schliesslich unterscheiden sich die Anforderungen an Kaufleute je nach Branche teilweise erheblich. Wie sich diese Veränderungen im Berufsalltag bemerkbar machen, erlebt Monika Kuriger, Leiterin Nachwuchsentwicklung bei der Raiffeisen Gruppe, täglich. Sie beobachtet, dass heute insbesondere überfachliche Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. «Veränderungskompetenz, vernetztes Denken sowie Interaktions- und Beratungskompetenz werden immer wichtiger», sagt sie. Der kaufmännische Beruf entwickle sich zunehmend weg von reinen Ausführungsaufgaben hin zu einer beratenden und gestaltenden Rolle. Diese Entwicklung sei auch bei den Lernenden spürbar. Sie würden breiter ausgebildet, aktiver Verantwortung übernehmen und sich stärker in Arbeitsprozesse einbringen. Berufs- und Praxisausbildende verstünden sich heute zunehmend als Coaches, welche die Eigenverantwortung der Lernenden fördern. Und Kuriger ist überzeugt: «Gerade in der Bankenbranche braucht es weiterhin Menschen, die Kundinnen und Kunden kompetent beraten, komplexe Themen verständlich erklären und Vertrauen schaffen können.»
Wer die Geschichte der KV-Reform erzählt, ist mit den QV-Prüfungen im Juni 2026 noch nicht am Ende angelangt.KV-Reform
Blick in die Zukunft
Melinda Bangerter blickt derweil bereits auf die nächsten Entwicklungsschritte. «Nach der Reform ist vor der Reform», sagt sie. Nun gehe es darum, Erfahrungen zu sammeln, Feinheiten zu justieren und die Ausbildung kontinuierlich weiterzuentwickeln. Denn die Arbeitswelt wird sich weiter verändern. Künstliche Intelligenz, digitale Zusammenarbeit und neue Berufsbilder werden neue Anforderungen mit sich bringen. Gefragt bleiben deshalb Kompetenzen, die Maschinen nicht einfach ersetzen können: kritisches Denken, Selbstorganisation, Kommunikationsfähigkeit und der Umgang mit Menschen.
Die digitalen Abschlussprüfungen vom Juni 2026 markieren deshalb nicht das Ende einer Reformgeschichte. Sie sind vielmehr der sichtbarste Beweis dafür, dass die grösste berufliche Grundbildung der Schweiz bereit ist für die nächste Etappe ihrer Entwicklung.
Die grösste berufliche Grundbildung der Schweiz ist bereit für die nächste Etappe.KV-Reform
Erstmals veröffentlicht am: 21.7.2026
Autor:in: Daniel Schriber, Schriber Kommunikation
Das Wichtigste auf einen Blick
Chronologie KV-Reform
-
2017
Reformbedarf erkannt
Der Bericht zur 5-Jahres-Überprüfung der SKKAB und der IGKG Schweiz zeigt: Das kaufmännische Berufsfeld verändert sich stark. Noch im gleichen Jahr erstellen die Organisationen der Arbeitswelt eine erste Planung für das Reformprojekt.2018
Ansprüche des Berufsfelds analysiert
Bund, Kantone und die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt starten das Projekt «Kaufleute 2022». In einem breit abgestützten Verfahren werden die Anforderungen der Arbeitswelt erfasst und die künftigen Kompetenzen von Kaufleuten geklärt.2019
Qualifikationsprofil entwickelt
Der Fokus liegt auf Handlungskompetenzen und konkreten beruflichen Situationen. Auf Basis des Qualifikationsprofils werden Konzepte und inhaltliche Grundlagen für die Bildungserlasse erarbeitet.2020
Bildungserlasse liegen vor
Die Bildungsverordnungen, Bildungspläne und das Konzept für das Qualifikationsverfahren der kaufmännischen Grundbildungen auf Stufe EBA und EFZ werden erarbeitet.2020
Nationales Koordinationsgremium gegründet
SKKAB, IGKG Schweiz, SKKBS, Kantone, Bund und Ectaveo AG richten ein Nationales Koordinationsgremium ein, um die Umsetzung schweizweit und über alle Lernorte hinweg gemeinsam zu planen und zu koordinieren.2020
Minimalstandards entwickelt
Mit Praxisexpert:innen werden Minimalstandards für betriebliche Umsetzungsinstrumente entwickelt, etwa Praxisaufträge, Kompetenzraster, Bildungsbericht und Hilfsmittel für das Qualifikationsgespräch.2020-2022
Instrumente für Berufsfachschulen entwickelt
In Arbeitsgruppen mit Vertreter:innen aus Berufsfachschulen und pädagogischen Hochschulen entstehen nationale Lehrpläne, Organisationsmodelle, Leitfäden, Musteraufgaben und weitere Instrumente für die Berufsfachschulen.Juni 2021
Einführung auf 2023 verschoben
Aufgrund der Ergebnisse der Anhörung wird der Start der neuen kaufmännischen Grundbildungen um ein Jahr verschoben, damit alle Akteur:innen die Umsetzung sorgfältig vorbereiten können.2021/2022
Grundlagen verabschiedet
Nach der Anhörung des SBFI werden die Bildungsverordnungen und Bildungspläne für EBA und EFZ erlassen. Parallel werden mit den Verbundpartner:innen weitere Grundlagen für eine erfolgreiche Umsetzung geschaffen. -
2021
Betriebliche Umsetzungsinstrumente entwickelt
Auf Basis der Minimalstandards werden gemeinsam mit Praxisexpert:innen betriebliche Umsetzungsinstrumente entwickelt. Sie dienen als Grundlage für branchenspezifische Ausgestaltungen.2021
Workshops für Schulen durchgeführt
Schulleitende und Schulentwickler:innen lernen die Umsetzungsinstrumente kennen und klären Fragen zur Umsetzung der handlungskompetenzorientierten Bildungspläne an Berufsfachschulen.2021–2023
Lehrpersonen weitergebildet
Lehrpersonen bilden sich im handlungskompetenzorientierten Unterrichten und Prüfen weiter. Die Weiterbildung kombiniert digitale Lernmedien mit Vertiefung, Anwendung und Training an pädagogischen Hochschulen.2021–2023
Berufskundliche Lernmedien entwickelt
Gemeinsam mit Praxisexpert:innen entstehen Lernmedien für die handlungskompetenzorientierte Umsetzung an den drei Lernorten, insbesondere für Betrieb und Berufsfachschule.2022–2026
Website «die-reform.ch» als InfoHub
Die Website dient als zentraler Kommunikationskanal für Berufsfachschulen und Kantone. Sie informiert über Neuerungen, beantwortet Fragen und unterstützt die Umsetzung.August 2022
Betriebe informiert
Der Kaufmännische Verband Schweiz erklärt die Reform für Lehrbetriebe sowie Berufs- und Praxisbildner:innen und unterstützt die Orientierung in der neuen Ausbildungslogik.Herbst 2022
Start der Rekrutierung
Erste Lernende werden für die reformierte KV-Lehre ab Sommer 2023 rekrutiert. Betriebe setzen sich dabei mit den neuen Handlungskompetenzen und Ausbildungsinstrumenten auseinander.August 2023
Start der neuen kaufmännischen Grundbildungen
Der erste Jahrgang beginnt die Ausbildung nach der reformierten Bildungsverordnung auf Stufe EBA und EFZ.2023/2024
Reform im Alltag
Schulen, Betriebe und überbetriebliche Kurse sammeln erste Erfahrungen mit der neuen Ausbildungslogik und der handlungskompetenzorientierten Umsetzung.2023–2026
Umsetzung begleitet
Impulsveranstaltungen und Best-Practice-Videos geben insbesondere Schulleitenden und Lehrpersonen Anregungen für die Umsetzung der Handlungskompetenzorientierung an Berufsfachschulen.2024/2025
Erfahrungen gesichert und weiterentwickelt
Rückmeldungen aus der Praxis werden aufgenommen und fliessen in die Weiterentwicklung der Instrumente, Lernortkooperation und Umsetzungsunterstützung ein. -
April 2024
Projekt QV digital gestartet
Die Geschäftsstelle QV des Kaufmännischen Verbands Schweiz startet mit Partner:innen die Umsetzung der digitalen schulischen Abschlussprüfungen.Dezember 2024
Pilotprojekt Prüfungsplattform
Zwei digitale Prüfungsplattformen werden für das EBA-QV 2025 vorbereitet und im Hinblick auf die erste digitale Durchführung geprüft.Januar 2025
Nullserien veröffentlicht
Die Nullserien für EBA und EFZ machen die neuen Prüfungsformate greifbar und unterstützen Lernende, Schulen und Betriebe bei der Vorbereitung.März 2025
Prüfungsplattform empfohlen
Nach Pilotprüfungen wird «smartlearn» für das digitale EBA-QV empfohlen.Juni 2025
Erstes digitales QV EBA
Rund 350 EBA-Kandidat:innen absolvieren die schulische Abschlussprüfung digital.September 2025
Planung QV 2026 steht
Die digitale Durchführung der EBA- und EFZ-Prüfungen 2026 wird konkretisiert.März 2026
Nationaler Stresstest durchgeführt
Rund 5000 Lernende und über 70 Schulen testen die digitalen Prüfungsprozesse.Juni 2026
Erstes digitales QV EFZ
Rund 10 000 EFZ-Kandidat:innen absolvieren die schulische Abschlussprüfung digital.Ab Sommer 2026
Weiterentwicklung läuft
Erfahrungen aus Praxis und Qualifikationsverfahren fliessen in die weitere Entwicklung der KV-Lehre ein. -
BIKAS
Bildung Kaufleute SchweizEBA
Eidgenössisches BerufsattestEFZ
Eidgenössisches FähigkeitszeugnisIGKG Schweiz
Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung SchweizNLQK
Nationale Leitung Qualifikationsverfahren KaufleuteOdA
Organisationen der ArbeitsweltQV
QualifikationsverfahrenSBFI
Staatssekretariat für Bildung, Forschung und InnovationSKKAB
Schweizerische Konferenz der kaufmännischen Ausbildungs- und Prüfungsbranchen
(heute BIKAS)üK
Überbetriebliche Kurse
Video KV-Reform
-
Von der Berufsfeldanalyse bis zu den ersten digitalen Abschlussprüfungen?
Unser Video zeigt die wichtigsten Etappen der KV-Reform kompakt und chronologisch.
Es macht sichtbar, wie aus einem gemeinsamen Reformprojekt die neue KV-Lehre entstand – und warum ihre Weiterentwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.