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Erste digitale QV-Prüfungen EFZ 2026: Erfolgreicher Abschluss für die rund 10 000 KV-Lernenden
1.6.2026 – Erstmals wurden die schulischen Abschlussprüfungen für Kaufleute EFZ im Rahmen der neuen KV-Reform schweizweit digital und handlungskompetenzorientiert durchgeführt. Der Auftakt des Qualifikationsverfahrens (QV) ist gelungen: Die Prüfungen verliefen insgesamt reibungslos – ein klares Zeichen dafür, dass sich die intensiven Vorbereitungen sowie die koordinierte Zusammenarbeit aller beteiligten Akteur:innen gelohnt haben und das digitale Prüfungssetting in der Praxis funktioniert.
Mit den digitalen QV-Prüfungen 2026 erreicht die KV-Reform 2023 einen zentralen Meilenstein. Erstmals absolvierte ein EFZ-Jahrgang mit rund 10 000 Kandidat:innen seine schulischen Abschlussprüfungen unter den neuen Rahmenbedingungen. Im Fokus des QV steht die Überprüfung von Handlungskompetenzen – also die Fähigkeit, Wissen in realitätsnahen beruflichen Situationen anzuwenden. Das digitale Prüfungsformat im Open Book und Open Internet-Setting bildet diese Anforderungen gezielt ab und orientiert sich konsequent an der heutigen Arbeitswelt.
Anspruchsvolles Prüfungssetting erstmals schweizweit umgesetzt
Circa 10 000 Lernende haben heute Vormittag ihre schulischen Abschlussprüfungen an rund 75 Standorten von kaufmännischen Berufsfachschulen und Handelsschulen erfolgreich abgeschlossen. Die Prüfungen wurden schweizweit in drei Landessprachen (Deutsch, Französisch und Italienisch) durchgeführt. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an Infrastruktur, Organisation und Koordination.
Die digitale Durchführung verlief sehr erfolgreich. Die Prüfungsorganisation erfolgte in enger Zusammenarbeit zwischen den Berufsfachschulen, den kantonalen Stellen, der Trägerschaft des kaufmännischen Berufs, der Geschäftsstelle QV des Kaufmännischen Verbands Schweiz sowie der whatwedo GmbH als Anbieterin der Prüfungsplattform «smartlearn». Das grosse Engagement aller Beteiligten und klar definierte Abläufe trugen wesentlich zum erfolgreichen Prüfungsverlauf bei.
Breit abgestützte Vorbereitung als Schlüssel zum Erfolg
Der erstmaligen Durchführung ging eine mehrjährige Entwicklungs- und Vorbereitungsphase voraus, die von der engen Zusammenarbeit zahlreicher Akteure geprägt war. Berufsfachschulen, Handelsschulen, Kantone, Fachgremien sowie Organisationen der Arbeitswelt arbeiteten schweizweit und sprachregional abgestimmt an der Entwicklung und Umsetzung des neuen Prüfungssettings.
Zentrale Elemente dieser Vorbereitung waren eine breit angelegte Familiarisierungsphase für Lernende und Lehrpersonen, ein freiwilliger nationaler Stresstest mit rund 5000 Lernenden, der erfolgreich durchgeführt werden konnte, sowie von den Schulen organisierte Probeprüfungen.
Während der gesamten Vorbereitungszeit sowie am heutigen Prüfungstag stand den Schulen ein umfassendes Supportangebot des Kaufmännischen Verbands Schweiz und der whatwedo GmbH zur Verfügung. So konnten Systeme, Abläufe und Prüfungsformate unter realistischen Bedingungen getestet und gezielt weiterentwickelt werden. Einzelne Support-Anfragen am heutigen Prüfungstag konnten innert kürzester Zeit professionell beantwortet und gelöst werden. Diese umfassende Vorbereitung und Zusammenarbeit bildete die Grundlage für einen erfolgreichen Prüfungsstart.
Digitales Prüfen als Abbild der beruflichen Realität
Das digitale Prüfungssetting – inklusive Open Book und Open Internet, welches eine kontrollierte Nutzung digitaler Hilfsmittel ermöglicht – bildet die Realität des kaufmännischen Berufsalltags konsequent ab. Entscheidend ist dabei nicht nur Faktenwissen, sondern vor allem die Fähigkeit, Informationen einzuordnen, kritisch zu hinterfragen, zu verknüpfen und daraus fundierte Entscheidungen abzuleiten. Ein Team von rund 30 Autor:innen bestehend aus Lehrpersonen aus der ganzen Schweiz sowie dem neunköpfigen Leitungsgremium «Nationale Leitung QV Kaufleute» (NLQK) hat im Auftrag der Trägerschaft BIKAS und der Kantone in einem intensiven Entwicklungsprozess vielfältige und fundierte Prüfungen für dieses neuartige Prüfungssetting erfolgreich erarbeitet.
Fazit: Gelungener Auftakt fürs digitale Prüfungssetting
Die QV-Prüfungen EFZ 2026 zeigen: Das neue, digitale Prüfungssetting funktioniert. Die erstmalige Durchführung in dieser Grössenordnung liefert wichtige Erkenntnisse für die Weiterentwicklung.
Die Geschäftsstelle QV des Kaufmännischen Verbands Schweiz wird die Erfahrungen in ihrer Rolle als beauftragte Prüfungsorganisatorin gemeinsam mit den zuständigen Partner:innen und den Träger:innen des kaufmännischen Berufs auswerten und gezielt weiterentwickeln. Denn wie sich die Anforderungen im Berufsalltag – etwa durch technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz (KI) – laufend verändern, müssen sich auch die KV-Lehre und ihre Abschlussprüfungen kontinuierlich an die Anforderungen des Arbeitsmarkts anpassen.
Ein schweizweiter Prüfungsanlass in dieser Dimension ist nur dank des grossen Engagements und der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten möglich. Der Kaufmännische Verband Schweiz dankt den mitwirkenden Partner:innen für den konstruktiven Austausch und die gemeinsame Umsetzung dieses wichtigen Meilensteins. Der Fokus für die Beteiligten bleibt dabei stets: Fairness, Transparenz und eine hohe Qualität der Prüfungen für alle Lernenden.
Morgen, am 2.6.2026, folgen die schulischen Abschlussprüfungen für Kaufleute EBA, die bereits 2025 erstmals erfolgreich digital durchgeführt wurden. Der Kaufmännische Verband Schweiz wünscht allen Kandidatinnen und Kandidaten viel Erfolg.
Kontakt
Downloads & Links
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Medienmitteilung 1.6.2026 | Digitale QV-Prüfungen 2026: Erfolgreicher Abschluss für den ersten EFZ-Jahrgang der KV-Reform (PDF)Download
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Mediacorner | Bildmaterial
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News 3.6.2025 | Erstmals digital geprüft: Erfolgreiche Durchführung der schulischen Abschlussprüfung Kauffrau/Kaufmann EBA
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FAQ | Reform KV-Lehre