Seitennavigation & Suche

Was gilt es in Bezug auf das Coronavirus arbeitsrechtlich zu beachten? Was dürfen/müssen Arbeitnehmer und Arbeitgeber? Welche Auswirkungen sind für die KV-Lernenden sowie die Studierenden unserer Weiterbildungsschulen zu erwarten? Was ist mit Kurzarbeitsentschädigung? In unserem FAQ klären wir Arbeitnehmer über die wichtigsten Fragen in Bezug auf Kurzarbeit, Homeoffice, Bildung, Schutzkonzepte und Quarantäne auf.

Letzte Aktualisierung: 21.08.2020

Im Dezember 2019 wurde in Wuhan (China) eine aussergewöhnliche Häufung von Lungenentzündungen beobachtet. Diese sind auf das neuartige Coronavirus (Covid-19) zurückzuführen. Es gehört zur selben Familie wie die SARS-Viren und stammt ursprünglich von Tieren, welche sehr wahrscheinlich auf einem Wildtier- und Fischmarkt in Wuhan gehalten wurden. Seither wird es von Mensch zu Mensch übertragen (Tröpfcheninfektion) und breitet sich so weiter aus.

In der Schweiz wurde der erste Coronavirus-Fall im Februar 2020 bestätigt. Weitere Erkrankungsfälle sind seitdem auftreten; Die Anzahl betroffener Personen ist rasant angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einer Pandemie. Auch der Schweizer Bundesrat stufte die Situation in der Schweiz vom 16. März bis 19. Juni 2020 als «ausserordentliche Lage» gemäss Epidemiengesetz ein. Seit dem 27. April 2020 wurden die Massnahmen, welche der Bundesrat gemeinsam mit den kantonalen Behörden erlassen hatte, langsam wieder gelockert. Die Schulschliessungen wurden inzwischen rückgängig gemacht und verschiedene Betriebe dürfen ihre Dienstleistungen wieder anbieten. Nichtdestotrotz werden in der Schweiz nach wie vor Neuinfektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Deshalb gilt ab dem 6. Juli 2020 eine Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr.

Allgemeine Fragen

  1. Aus Angst, angesteckt zu werden, können Arbeitnehmer nicht einfach so der Arbeit fernbleiben. Falls sie die Möglichkeit haben, Homeoffice zu machen, können sie ihren Arbeitgeber anfragen, ob sie davon vermehrt Gebrauch machen können. Falls möglich, können sie auch Urlaub nehmen.

    Falls Arbeitnehmer selber den Verdacht haben, ansteckend zu sein, da sie evtl. Symptome aufweisen, können sie in dieser Situation wie in jedem anderen Krankheitsfall zu Hause bleiben. Sie müssen das entsprechende Arztzeugnis erst nach 5 Tagen ihrem Arbeitgeber einreichen. 

  2. Der Arbeitgeber hat aber aufgrund seiner Fürsorgepflicht alles zu unternehmen, damit die Möglichkeit einer Ansteckung möglichst geringgehalten werden kann (z.B. Hygienemassnahmen, Homeoffice, keine Auslandeinsätze usw.). Nach OR 328 muss er aufgrund seiner Fürsorgepflicht entsprechende Massnahmen ergreifen, auf die Gesundheit gebührend Rücksicht nehmen und Weisungen erteilen. Die Massnahmen müssen selbstverständlich verhältnismässig sein und dürfen nicht in Persönlichkeitsrechte eingreifen.

  3. Das ist eine ganz heikle Frage. Die Fürsorgepflicht verpflichtet zwar den Arbeitgeber, den Arbeitnehmern Schutz und Fürsorge zu verschaffen und alles zu unterlassen, was ihren berechtigten Interessen entgegenstehen könnte. Ob der Arbeitgeber im Falle einer Ansteckung am Arbeitsplatz seiner Sorgfalts- und Fürsorgepflicht nachgekommen ist oder nicht, d.h. ob er alles unternommen hat, um die berechtigten Interessen des Arbeitnehmers zu schützen, muss jeweils im Einzelfall geprüft werden.

  4. Liegt der Grund für die Arbeitsunfähigkeit in den persönlichen Verhältnissen des Arbeitnehmers, besteht nach Art. 324a OR auch weiterhin eine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers. Das heisst: Arbeitnehmer, bei denen das neue Coronavirus nachgewiesen wird und die krankheitsbedingt ausfallen, haben weiterhin Anspruch auf Lohn.

  5. Grundsätzlich gelten die Empfehlungen zur Prävention der saisonalen Grippe:

    • Hände waschen: Mehrmals täglich gründlich die Hände mit Wasser und Seife waschen.
    • In ein Papiertaschentuch husten oder niesen: Beim Husten oder Niesen ein Papiertaschentuch vor Mund und Nase halten. Das Papiertaschentuch nach Gebrauch in einem Abfalleimer werfen und danach gründlich die Hände mit Wasser und Seife waschen.
    • In die Armbeuge husten oder niesen: Wenn kein Papiertaschentuch zur Verfügung steht, in die Armbeuge husten oder niesen. Dies ist hygienischer als die Hände vor den Mund zu halten. Sollten doch die Hände benutzt werden, gleich danach gründlich mit Wasser und Seife waschen.
    • Oberflächen reinigen: Handys, Tastaturen, Mäuse etc. reinigen.
    • Bei Krankheit zu Hause bleiben: Bei Unwohlfühlen und Krankheitssymptomen, solltet ihr zu Hause bleiben. So wird verhindert, dass die Krankheit weiter übertragen wird.
    • Kontakt zu Kranken vermeiden: Vermeidet engen Kontakt mit erkrankten Menschen.
  6. Aufgrund seiner Fürsorgepflicht und auch wegen möglichen Haftungsansprüchen von Kunden etc. kann der Arbeitgeber von seinen Mitarbeitern verlangen, dass sie sich testen lassen.

  7. Nein. Der Arbeitgeber darf grundsätzlich nicht über die Freizeit der Arbeitnehmer bestimmen. Wem jedoch nachgewiesen werden kann, dass die Quarantäne selbstverschuldet ist, riskiert während der 10 Tage weder Lohn noch Erwerbsersatz zu erhalten. Die Zulässigkeit der Kündigung müsste individuell überprüft werden.

Behördliche Quarantäne

  1. Quarantäne bedeutet nicht gleich ansteckend: Unter Quarantäne werden auch Personen mit Verdacht auf das neue Coronavirus genommen d.h. die in Kontakt mit einem Coronavirus-Patienten waren oder akute Symptome wie z.B. Atembeschwerden, Husten oder Fieber aufweisen. Dabei handelt es sich um präventive Massnahmen, mit denen die Gesundheitsbehörden die Ansteckungsketten ausfindig machen und Betroffene besser isolieren können. Eine solche Quarantäne dauert 10 Tage. Betroffene müssen in ihrer Wohnung bleiben und den Kontakt zu anderen vermeiden. Sie können nicht zur Arbeit gehen und ihren Tätigkeiten nur begrenzt nachgehen.

    Wenn die Arbeitnehmer unter Quarantäne stehen, müssen sie dem Arbeitgeber selbstverständlich melden, dass sie nicht zur Arbeit erscheinen können. Sie müssen sich aber nur dann krankmelden, wenn sie tatsächlich krank sind.

  2. Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Die Gesetzeslage ist komplex.

    Werden ganze Gebiete behördlicherseits unter Quarantäne gestellt, so ist die Arbeitsverhinderung nicht persönlich begründet und es besteht insofern keine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers. Hingegen kann die anordnende Behörde betroffene Personen nach dem Epidemie-Gesetz Art. 63 jedoch entschädigen: Das heisst: Arbeitnehmer, bei denen das neue Coronavirus (noch) nicht nachgewiesen wurde, deren Wohnkanton jedoch unter allgemeine Quarantäne fällt, werden nicht vom Arbeitgeber entlöhnt. Sie fallen nicht krankheitsbedingt aus, sondern aufgrund gegen sie gerichteter behördlicher Massnahmen. Sie können finanziell entschädigt werden, wenn sie aufgrund der Quarantäne Schäden erleiden und diese Schäden nicht anderweitig gedeckt werden.

    Werden dagegen einzelne Personen aufgrund spezifischer Umstände behördlicherseits unter Quarantäne gestellt, liegt der Grund für die Arbeitsunfähigkeit wieder in den persönlichen Verhältnissen des Arbeitnehmers. Nach Art. 324a OR kann die Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers allenfalls wieder angewendet werden. Das heisst: Arbeitnehmer, bei denen das neue Coronavirus (noch) nicht nachgewiesen wurde, die aber persönlich in Quarantäne genommen werden, können weiterhin entlöhnt werden.

  3. Gemäss Bundesratsentscheid vom 20.3.2020 gibt es Anspruch auf die Entschädigung bei einem Erwerbsunterbruch aufgrund von einer durch einen Arzt verordneten Quarantäne. Arbeitnehmer erhalten in Anlehnung an die Erwerbsersatzordnung (EO; Erwerbsersatz bei Dienstleistung oder Mutterschaft) ein Taggeld. Dieses entspricht 80 Prozent des Einkommens und beträgt höchstens 196 Franken pro Tag. Die Entschädigung ist auf 10 Taggelder für Personen in Quarantänemassnahmen begrenzt.

  4. Wer durch die Swiss-Covid-App gewarnt wird, muss sich bei der Hotline des Bundesamtes für Gesundheit melden. Allenfalls wird anschliessend der Kantonsarzt resp. die Kantonsärztin konsultiert. Wenn diese schliesslich eine Quarantäne ärztlich verordnen, hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den Lohn bzw. Erwerbsersatz.

    Personen, die kein Homeoffice machen können und die aufgrund einer Warnung der Swiss-Covid-App freiwillig zu Hause bleiben oder die aufgrund einer Reise in ein Risikogebiet (Liste) in Quarantäne bleiben müssen, haben kein Anrecht auf Lohn oder Erwerbsersatz.

Auslandsreisen

  1. Der Arbeitgeber hat selber ein Interesse daran, dass sich seine Arbeitnehmer nicht anstecken. Gemäss dem Kaufmännischen Verband sollte sich ein Arbeitnehmerweigern können, in ein «Betroffenes Gebiet» zu reisen, d.h. in ein Land oder eine Region, in der eine fortgesetzte Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch stattfindet oder wo dies angenommen wird. Dazu dienlich sind auch die behördlichen Reiseempfehlungen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA).

  2. Seit dem 15. Juni 2020 dürfen Schweizer wieder ins Ausland reisen. Seitens des BAG wird von nicht notwendigen Reisen abgeraten. Der Arbeitgeber darf jedoch nicht in die Wahl der Feriendestination bestimmen. Hingegen kann dieser eine Quarantäne nach den Ferien anordnen, um andere Mitarbeiter oder Kunden von einer möglichen Ansteckung zu schützen.

  3. Ab dem 6. Juli 2020 gilt eine Pflicht zu 10 Tagen Quarantäne für Personen, die aus Risikogebieten, in die Schweiz einreisen. Die Liste wird laufend angepasst. Wer unsicher ist, ob er/sie aus einem Risikogebiet einreist, kann sich bei folgender Infoline erkundigen: +41 58 464 44 88, täglich 6 bis 23 Uhr.

  4. Von Seiten der Sozialversicherung gilt neu, wer ab dem 6. Juli 2020 in ein Risikogebiet reist, hat während der anschliessenden Quarantäne keinen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

    Die Pflicht zur Lohnfortzahlung des Arbeitgebers entfällt, wenn die Verhinderung an der Arbeit selbstverschuldet ist. Davon muss man ausgehen, wenn der Ferienort bereits vor der Abreise auf der Liste der Risikogebiete aufgeführt ist.

    Arbeitnehmer, die in ein Risikogebiet reisen und danach keine Möglichkeit zum Home Office haben, müssen somit nach ihrer Rückkehr mit einem Lohnausfall von 10 Tagen rechnen.

Schutzkonzepte

  1. Um das Risiko der Ansteckung zu verringern, sind gemäss der Covid-19 Verordnung besondere Lage öffentlich zugängliche Einrichtungen und Betriebe, einschliesslich Bildungseinrichtungen verpflichtet ein Schutzkonzet zu erarbeiten und umzusetzen.

    Zu den Schutzkonzepten (SECO)

  2. Der Arbeitgeber muss in jedem Fall die Mitarbeitenden über den Inhalt des Schutzkonzepts gut informieren. Ansonsten kann nicht von einer sinngemässen Umsetzung des Schutzkonzepts gesprochen werden. Im Musterkonzept des Bundes ist die Information der Mitarbeitenden sowie der Kundschaft beschrieben.

  3. Arbeitnehmende sollen den Mangel dokumentieren und ihre direkt vorgesetzte Person darau ansprechen. Falls dies schwierig ist oder nicht den gewünschten Erfolg bringt, haben Arbeitnehmende die Möglichkeit, sich an ihre Personalkommission zu wenden. Nützt dies auch nichts, können sie sich, an ihren Sozialpartner oder an das kantonale Arbeitsinspektorat ihres Einsatzkantons wenden. In der Covid-19 Verordnung 2 behält sich der Bund vor, Betriebe, welche kein genügendes Konzept vorweisen können, zu schliessen.

    Weiterführende Links:

  4. Für alle Betriebe, welche aktuell gemäss Covid-19 Verordnung besondere Lage kein Schutzkonzept erarbeiten müssen, gelten natürlich trotzdem die BAG-Regeln zu Social Distancing (Abstand halten, Hygiene beachten und möglichst Homeoffice), welche in jedem Betrieb zwingend eingehalten werden müssen.

    Zu SECO Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz

Homeoffice

  1. Der Begriff Homeoffice steht für die Arbeit von Zuhause aus, in Ergänzung zur Arbeit im Corporate Office und bei Kunden oder Partnern.

  2. Einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice haben Arbeitnehmer nicht – es sei denn, dies ist im Arbeitsvertrag bereits so vereinbart. Der Arbeitgeber kann aufgrund seines Weisungsrechtes (Art. 321d OR) dem Arbeitnehmer grundsätzlich jeden zumutbaren Arbeitsplatz zuweisen, wobei der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen muss. Der Arbeitnehmer hat diese Weisung zu befolgen und kann somit den Arbeitsplatz grundsätzlich nicht selber wählen.

    Jedoch gilt, dass der Arbeitgeber zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter verpflichtet ist (Art. 328 OR) und die ihm zumutbaren Massnahmen zu treffen hat (wie in der aktuellen Situation z.B. Homeoffice). Sind die Massnahmen objektiv ungenügend, hat ein Mitarbeiter das Recht, die Arbeit zu verweigern. Dass der Arbeitgeber darauf mit einer Kündigung reagiert, kann nicht ausgeschlossen werden. Bei einer berechtigten Arbeitsverweigerung wäre eine deswegen ausgesprochene Kündigung zwar missbräuchlich, aber rechtlich wirksam.

    Falls die betroffene Person zu einer Risikogruppe gehört, muss gemäss Verordnung des Bundesrates der Arbeitgeber Homeoffice gewähren.

  3. Grundsätzlich hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer die Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Setzt der Arbeitnehmer eigene Arbeitsmittel ein, so ist er dafür von Gesetzes wegen angemessen zu entschädigen, soweit nichts anderes vereinbart ist (Art. 327 OR).

    Davon ausgehend, dass die Krise längere Zeit dauern wird, sollte der Arbeitgeber im Rahmen seiner Fürsorgepflicht die Einrichtung eines geeigneten Homeoffice unterstützen und den Arbeitnehmenden die erforderlichen Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Ist dies nicht möglich und es müssen private Geräte wie Laptop, Mobile oder Drucker genutzt werden, muss der Arbeitgeber dies entschädigen.  

  4. Der Arbeitgeber muss Auslagen, die durch die Arbeit notwendig wurden, vergüten (OR327a). Der Arbeitnehmer hat jedoch sowohl die Notwendigkeit als auch die Höhe zu beweisen. Bei höheren Beträgen empfiehlt es sich vorab den Arbeitgeber schriftlich zu informieren und das Einverständnis abzuwarten, damit zu einem späteren Zeitpunkt kein Rechtsstreit entsteht.

    Im Homeoffice entstehen notwendige Auslagen. Diese zu ersetzen, ist Pflicht des Arbeitgebers.

    Der Kaufmännische Verband empfiehlt, eine Lösung über eine monatliche Homeoffice-Pauschale festzulegen. Diese ist für beide Seiten mit weniger administrativen Aufwand verbunden. Es bleibt anzumerken, dass diese Pauschale den Arbeitgeber nicht von seiner Pflicht zum Auslagenersatz entbindet. Sofern dem Arbeitnehmer notwenige Auslagen über diese Pauschale hinaus entstehen, kann er diese als Spesen zurückverlangen.   

    Zudem hat der Arbeitgeber Auslagen zu vergüten, die auf seinen Wunsch hin vorgenommen wurden (z.B. Corona-Tests).

  5. Nein. Juristisch ist dieses Argument irrelevant. Gemäss Art. 327a OR hat der Arbeitgeber «alle durch die Ausführung der Arbeit notwendig entstehenden Auslagen zu ersetzen». Diese Norm ist zu Ungunsten des Arbeitnehmers nicht veränderbar (OR 362 I).

    Im Homeoffice entstehen notwendige Auslagen. Diese zu ersetzen, ist Pflicht des Arbeitgebers. Im Übrigen ist der Arbeitsweg und die Freizeit grundsätzlich nicht Teil des Arbeitsvertrages, weshalb diese Vorteile keinen Einfluss auf das Arbeitsverhältnis haben dürfen.

  6. Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass durch entsprechende Verschlüsselung die Datenübermittlung den betriebseigenen Sicherheitserfordernissen genügt.

  7. Auch im Homeoffice gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes. Das heisst: Arbeitnehmer haben auch im Homeoffice Anrecht auf eine Pause und müssen die Arbeits- und Ruhezeiten einhalten.

  8. Nein, diese Aktivitäten werden nicht für den Arbeitgeber erledigt und gelten somit nicht als Arbeitszeit. Je nach Tätigkeit im Homeoffice ist es möglich, eine Pause für solche Aktivitäten einzuschieben. Das darf jedoch nicht als Arbeitszeit gezählt werden.

    Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten die Rahmenbedingungen für Homeoffice im Team klar festlegen, d.h. die gewünschte Form der Zusammenarbeit und die gegenseitige Erwartungshaltung (z.B. Erreichbarkeit, Reaktionszeit) definieren. Der individuelle Freiheitsgrad sollte dabei nicht durch restriktive Reglemente unnötig eingeschränkt werden.

    Wegen der Schliessung der Schulen sind viele mit der Kombination von Home Schooling und Homeoffice konfrontiert. Wird die Erwerbstätigkeit durch die Kinderbetreuung teilweise oder ganz eingeschränkt, sollte man dies dem Arbeitgeber melden. Der Arbeitgeber kann (wie die Kinderzulagen) bei der Ausgleichskasse eine Entschädigung für die Kinderbetreuung beantragen. Diese beträgt 80% des entgangenen Lohnes, aber maximal CHF 196.-/Tag.

    Weitere Informationen: SECO

  9. Für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist der Arbeitgeber auch dann verantwortlich, wenn die Mitarbeitenden von Zuhause arbeiten.

  10. Entscheidend für erfolgreiches Homeoffice ist das Beachten einiger Grundsätze. Der Kaufmännische Verband hat sie im Artikel So gelingt Homeoffice zusammengetragen.

Berufsbildung

  1. Kann im Lehrbetrieb der Abstand von 1.5 Meter nicht eingehalten werden, sind Massnahmen gemäss dem im Arbeitsbereich üblichen «STOP-Prinzip» (Substitution, Technische Massnahmen, Organisatorische Massnahmen, Persönliche Schutzausrüstung) zu treffen. Beispiele dafür sind die Arbeit im Homeoffice, die physische Abtrennung von Arbeitsplätzen, z.B. mittels Plexiglas und Tragen von Gesichtsmasken. Vertiefte Informationen und ein Merkblatt für Arbeitgeber zum «STOP-Prinzip» finden sich auf der Webseite vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO unter der Rubrik «Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz»

    Besonders bei der Einarbeitung im ersten Lehrjahr ist eine 1:1 Betreuung sehr wichtig. Es ist üblich, diese zusammen am Arbeitsplatz und am gleichen Bildschirm durchzuführen – auch während längerer Zeit (über 15 Minuten). Der Kaufmännische Verband ermuntert Lehrbetriebe, ihren Lernenden und Praxisbildner/innen kostenlos Einweg-Masken zur Verfügung zu stellen. Dies, um die Sicherheit und Gesundheit in der engen Betreuung während der ersten Monate der Lehrzeit sicherstellen zu können.

  2. Lehrbetriebe sind verpflichtet, die Schutzmassnahmen gemäss BAG auch für Lernende einzuhalten und entsprechende Massnahmen zu treffen (Hygienemassnahmen, Homeoffice, bis hin zu Betriebsschliessungen). Davon ausgehend, dass die Krise noch längere Zeit dauern wird, ist Homeoffice gerade für KV-Lernende eine sinnvolle und in der Regel praktikable Lösung, um sowohl den Gesundheitsschutz als auch die Weiterführung der Ausbildung zu gewährleisten. Der Kaufmännische Verband fordert alle Lehrbetriebe auf, ihren Lernenden das Arbeiten im Homeoffice, wo immer dies machbar ist, zu ermöglichen, sie bei der Einrichtung ihres neuen Arbeitsplatzes zu unterstützen und ihnen die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Weitere Informationen und Praxistipps dazu im Merkblatt Homeoffice für KV-Lernende.

    Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, die jeder Arbeitgeber individuell auf die neue Situation seiner Branche und seines Betriebs anpassen muss.

    • Einzelne Tage oder komplettes Homeoffice für Lernende: Die Berufs- und Praxisbildner/innen sollen den Lernenden klare Arbeitsaufträge mitgeben. Die Kommunikation und der Austausch von Informationen kann über E-Mail, Telefon, Videokonferenzen und Desktop-Sharing sichergestellt werden. Mittels Desktop-Sharing ist es auch möglich, einzelne Arbeitsschritte den Lernenden vorzuzeigen.
    • Homeoffice für einen Teil der Belegschaft, um das Ansteckungsrisiko zu senken und den Betrieb aufrecht zu erhalten: In diesem Fall können die Lernenden wechselnd durch unterschiedliche Personen im Lehrbetrieb betreut werden.
    • Zudem kann es sinnvoll sein, den Lernenden Zeit zum selbständigen Lernen zu geben – insbesondere dann, wenn aufgrund der aktuellen Situation wenig Aufgaben im Lehrbetrieb zu erledigen sind.

    Die Rahmenbedingungen, wie z.B. die Arbeitszeit, die Erreichbarkeit und Anleitungen für Videokonferenz-Tools (wie Zoom, Microsoft Teams, Whereby, Skype usw.) müssen durch die Betriebe vorgegeben und durch die Lernenden eingehalten werden.

  3. In gewissen Branchen besteht zum Teil ein besonderer Personalmangel mit entsprechenden potenziellen Mehreinsätzen von Lernenden. Trotz der Mehrbelastung rufen die Verbundpartner und der Kaufmännische Verband die Ausbildungsbetriebe dazu auf, den Bildungsauftrag nicht zu vernachlässigen. Die arbeitsrechtlichen Regelungen (insbesondere Arbeitszeit und Überstunden/Überzeit) sowie die Vorgaben des BAG sind einzuhalten.

    Die Jugendberatung des Kaufmännischen Verbands unterstützt Lernende in solchen Situationen jederzeit gerne. Die Grundsätze der nationalen Verbundpartner zu dieser Frage finden Sie zudem in diesem Dokument.

  4. Soll der Lehrbetrieb geschlossen werden, hat der Berufsbildner oder die Berufsbildnerin das kantonale Berufsbildungsamt, die Berufsfachschule sowie die Eltern unverzüglich zu benachrichtigen. Zudem sollte er oder sie sich gemeinsam mit der lernenden Person und ihren Eltern um die Fortsetzung der beruflichen Grundbildung in einem anderen Lehrbetrieb bemühen. Das Berufsbildungsamt ist bei der Suche nach einer neuen Lehrstelle behilflich.

    Der Lehrbetrieb ist unter Umständen zu Schadenersatz verpflichtet. Diese Forderungen einzuziehen, ist allerdings sehr schwer, da die betroffenen Betriebe meist nicht mehr zahlungsfähig sind. Wird die lernende Person erwerbslos, hat sie Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung. Bei Konkurs des Lehrbetriebs und in gewissen anderen Fällen deckt die Arbeitslosenkasse allfällige Lohnforderungen der lernenden Person für die letzten vier Monate vor der Konkurseröffnung (Insolvenzentschädigung).

  5. Präsenzveranstaltungen in weiterführenden Schulen sind seit 6. Juni wieder erlaubt. Die Berufsfach- und Weiterbildungsschulen informieren gegenüber ihren Schüler/innen und Studierenden, was dies für die jeweiligen Klassen und den Unterricht bedeutet (z.B. Halb- oder Ganzklassenunterricht, Fernunterricht etc.). Alle Schulen haben ein Schutzkonzept ausgearbeitet, das selbstverständlich einzuhalten ist.

    Bei Fragen zum Schulunterricht und dessen Weiterführung melden Sie sich bitte direkt bei Ihrer Berufsfach- oder Weiterbildungsschule.

  6. Nein. Der Ausbildungsauftrag der Berufsfachschulen an die Lernenden wird weitergeführt, unabhängig von der Form der Präsenzveranstaltungen. Die Berufsfachschulen informieren gegenüber ihren Schüler/innen, was dies für die jeweiligen Klassen und den Unterricht bedeutet (z.B. Halb- oder Ganzklassenunterricht, Fernunterricht etc.). Die allenfalls ausfallenden Schulzeiten werden dazu genutzt, um die Aufträge der Schule zu bearbeiten.

    Der Kaufmännische Verband appelliert an alle Lehrbetriebe, ihre Lernenden die Schulaufträge von Zuhause machen zu lassen. Das bedeutet: keine ÖV-Nutzung und kein physischer Kontakt zu anderen Mitarbeitenden.

  7. Ja, die Lernenden konnten trotz Coronavirus wie in den Vorjahren ihren Lehrabschluss mit einem eidg. Fähigkeitszeugnis bzw. einem eidg. Berufsattest realisieren. Dies gilt auch für die Berufsmaturität. Das Qualifikationsverfahren sah dieses Jahr aufgrund der aktuellen Situation jedoch anders aus.

    Allgemeine, berufsunspezifische Informationen zum Thema "Neues Coronavirus und die Berufsbildung in der Schweiz" finden Sie auf folgender Webseite: Berufsbildung 2030

    Die Verbundpartner der Berufsbildung hatten am 9. April 2020 beschlossen, dass die schulischen Abschlussprüfungen nicht stattfinden und stattdessen die Erfahrungsnoten ins Abschlusszeugnis übernommen werden. Ebenso wurde in der ganzen Schweiz auf die kantonalen Prüfungen der eidgenössischen Berufsmaturität verzichtet und die Prüfungen durch Erfahrungsnoten ersetzt. Für die betrieblichen bzw. praktischen Prüfungen bestanden verschiedene Varianten, welche pro Beruf festgelegt werden konnten. Die für den jeweiligen Beruf zuständige Organisation der Arbeitswelt beantragte jeweils ihre bevorzugte Variante. Diese Eingabe wurde von einer Expert/innengruppe der Kantone geprüft und vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) genehmigt. In den Berufen Kauffrau/-mann EFZ, Büroassistent/in EBA, Detailhandelsfachfrau/-mann EFZ und Detailhandelsassistent/in EBA wurden auf betriebliche/praktische Lehrabschlussprüfungen verzichtet.

    Somit stützte sich sowohl der schulische als auch der betriebliche Teil des Qualifikationsverfahrens für die Lernenden in der regulären Ausbildung auf Erfahrungsnoten ab. Zum Abschluss zählten teilweise ebenfalls mehrere, bereits absolvierte Prüfungsteile aus dem schulischen Bereich. Für Repetentinnen und Repetenten sowie für Erwachsene, die den Berufsabschluss nachholen (Art. 32 BBV), wurden angepasste Prüfungsformen erarbeitet, die auch ihnen einen rechtzeitigen Abschluss unter den geltenden Richtlinien des Bundes ermöglichte.

    Mehr Informationen auf den Websites der SKKAB (Kaufleute), IGKG (Büroassistent/innen) und BDS (Detailhandel).

  8. Ja (ausgenommen für Repetent/innen und Nachholbildung nach Artikel 32 BBV). Dieser Notenrechner wurde von der für den Beruf zuständigen SKKAB freigegeben und findet sich unter kfmv.ch/qv. Er steht zur persönlichen Information und Berechnung zur Verfügung. Lernende werden ausdrücklich gebeten, bitte NICHT die Prüfungssekretariate der Berufsfachschulen oder andere Stellen zu kontaktieren und sich nach (Teil-)Noten oder Bestehen / Nicht-Bestehen zu erkundigen. Es werden hierzu vorab keine individuellen Auskünfte erteilt. Auch Expert/innen dürfen keine Angaben über die Noten machen, sie unterstehen der Schweigepflicht. Die Resultate werden den Kandidat/innen nach Abschluss aller Qualifikationsbereiche mittels Notenausweis schriftlich mitgeteilt. Den offiziellen Bestehensentscheid erhalten Lernende wie jedes Jahr bis 31. Juli 2020. Noch offene Umsetzungsfragen zu den Notengrundlagen bei Profilwechseln, Repetent/innen und Nachholbildung nach Artikel 32 BBV werden derzeit geklärt und die betroffenen Kandidat/innen so rasch wie möglich informiert.

  9. Verschiedene Zertifikats-, Berufs- und Höhere Fachprüfungen, die im Frühjahr 2020 zentral durchgeführt worden wären, wurden abgesagt bzw. verschoben. Sie werden als angemeldete/r Prüfungsteilnehmende/r direkt durch die Prüfungsträgerschaft bzw. die Prüfungsorganisation über den aktuellen Stand und allfällige neue Termine informiert.

  10. Nein. Die Absolvierenden müssen die eidgenössische Prüfung abgelegt haben, damit sie ein Beitragsgesuch stellen können. Dies gilt auch, wenn eine Prüfung verschoben werden muss.

    Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich Teilbeiträge zu beantragen (Ausnahmefall). Die Bedingungen für einen Antrag auf Teilbeiträge vor der eidgenössischen Prüfung gelten wie bis anhin.

Selbständige

  1. Als Selbständigerwerbende gelten Personen, die unter eigenem Namen auf eigene Rechnung arbeiten sowie in unabhängiger Stellung sind und ihr eigenes wirtschaftliches Risiko tragen. 

  2. Im Moment erhalten Selbständigerwerbende, welche direkt aufgrund von behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19) ihrer Arbeit nicht mehr, oder nur eingeschränkt, nachgehen können eine Entschädigung über die AHV-Ausgleichskasse. Zu den behördlichen Massnahmen zählen: Schulschliessungen, ärztlich verordnete Quarantäne sowie Betriebsschliessungen oder Veranstaltungsverbot (z.B. Restaruants, Coiffeur-Salons, Künstler, Zulieferer, etc.)

    Selbständige, welche indirekt von den behördlichen Massnahmen oder dem Coronavirus betroffen sind und dadurch Erwerbsausfälle erleiden, erhalten rückwirkend eine 2-monatige Entschädigung für den Zeitraum vom 17. März bis 17. Mai 2020.

    Weitere Informationen auf ahv-iv.ch.

  3. Die Entschädigung über die Ausgleichskasse beträgt 80% des AHV-pflichtigen Einkommens (vor Corona), höchstens aber 196 CHF pro Tag. Bei unregelmässigen Einkommen wird der Durchschnitt der letzten 3 Monate verwendet.

    Die AHV-Ausgleichskassen können Arbeitgebern und Selbstständigen mit Liquiditätsengpässen, einen Aufschub der AHV-Beiträge gewähren. Der Zahlungsaufschub ist während sechs Monaten von Verzugszinsen befreit.

    Gesuche um Erwerbsersatztschädigung können bei der AHV-Ausgleichskasse eingereicht werden. Die Auszahlungen erfolgen im Folgemonat.

    Weitere Informationen:

Kurzarbeit

  1. Von Kurzarbeit spricht man, wenn der Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen (z.B. Arbeitsausfall aufgrund fehlender Aufträge) die Arbeitszeit vorübergehend um mindestens 10% kürzt. Um Kündigungen zu verhindern, kann der Arbeitgeber im Einverständnis des Mitarbeitenden die Arbeitszeit reduzieren und damit Löhne einsparen. Die Mitarbeitenden werden für den Arbeitsausfall von der Arbeitslosenversicherung entschädigt werden.

    Innerhalb von zwei Jahren wird die Kurzarbeitsentschädigung während höchstens 12 Monaten ausgerichtet. Der Bundesrat kann bei erheblicher Arbeitslosigkeit die Höchstdauer um 6 Monate verlängern.

  2. Die Zustimmung zur Kurzarbeit ist notwendig und muss schriftlich erfolgen.

    Arbeitnehmer haben aber auch das Recht, die Entschädigung abzulehnen. Im Fall einer Ablehnung, muss der Arbeitgeber weiterhin den vollen Lohn bezahlen, jedoch steigt bei Ablehnung das Risiko, die ordentliche Kündigung zu erhalten, massiv.

  3. Der Arbeitnehmer hat als Folge seiner Treuepflicht den Arbeitgeber auf seinen Fehler hinzuweisen. Hält der Arbeitgeber an seiner Praxis fest, verstösst er gegen geltendes Recht. Ihnen empfehlen wir die Arbeitspläne, entsprechende Weisungen zu kopieren und für sich ihre Arbeitsstunden festzuhalten.

  4. Der Arbeitgeber hat dies nach Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der Unternehmung zu tun. Die Aufforderung das Pensum zu reduzieren, ist eine Weisung, an die sich der Arbeitnehmer zu halten hat.

  5. Für den Arbeitsausfall erhalten betroffene Arbeitnehmer eine Kurzarbeitsentschädigung. Diese beträgt 80% des Verdienstausfalls, d.h. 80% des wegfallenden Lohns.

    Aufgrund der neuen Verordnung des Bundesrats vom 20.3.2020 müssen Arbeitnehmer nicht mehr zuerst ihre Überstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren können.

    Detail-Fragen zur Kurzarbeitsentschädigung können die zuständige kantonale Amtsstelle sowie die Arbeitslosenkasse beantworten. Adressen finden Sie hier.

  6. Arbeitnehmer dürfen nicht einfach so eine andere Stelle annehmen. Dafür braucht es die Einwilligung des Arbeitgebers, die aber in der Regel nicht verweigert werden darf. Der Lohn der anderen Arbeitsstelle muss dem ersten Arbeitgeber gemeldet werden.

    Die Kurzarbeitsentschädigung hingegen wird nur dann gekürzt, wenn sie zusammen mit dem Verdienst aus der Zwischenbeschäftigung den Verdienstausfall beim ersten Arbeitgeber übersteigt.

  7. Der Arbeitnehmer ist erst dann zur Suche einer Zwischenbeschäftigung verpflichtet, wenn seine ursprüngliche Arbeit für länger als einen Monat ganz eingestellt wird.

  8. Nein. Der Arbeitgeber darf den Ferienanspruch nicht wegen Kurzarbeit kürzen. Sollten Arbeitnehmer jedoch während der Kurzarbeit Urlaub beziehen, könnte es sein, dass der Arbeitgeber nur den gekürzten Lohn bezahlen muss.  Dieser Punkt ist nicht leicht zu beantworten.

    Detail-Fragen zur Kurzarbeitsentschädigung können die zuständige kantonale Amtsstelle sowie die Arbeitslosenkasse beantworten. Adressen finden Sie hier.

  9. Der Bundesrat hat am 20. März 2020 beschlossen, dass die Kurzarbeitsentschädigung auch für Angestellte in befristeten Arbeitsverhältnissen sowie für Personen im Dienst einer Organisation für Temporärarbeit ausgerichtet werden. Dabei wird bis maximal 80% des auf die ausgefallenen Arbeitsstunden anrechenbaren Verdienstausfalls entschädigt. 

  10. Nein, der Bundesrat hat diese Ausnahmeregelung per 1. Juni 2020 aufgehoben.

  11. Ja. Der Arbeitgeber muss weiterhin sämtliche Sozialversicherungsbeiträge bezahlen, weshalb er trotz Reduktion des Pensums weiterhin den Betrag in gleicher Höhe abziehen kann, ausser es besteht eine andere Vereinbarung über den Abzug der Arbeitnehmerbeiträge.

Kontakt

Bei weiteren Fragen steht Ihnen unser Rechtsdienst tatkräftig zur Seite. Rufen Sie uns an unter 0442834510 oder schreiben Sie uns an rechtsdienst@kfmv.ch.

Bei spezifischen Fragen zur Situation in der Lehre  steht Lernenden, Eltern sowie Berufs- und Praxisbildner/innen unsere Jugendberatung zur Seite. Schreiben Sie uns an jugend@kfmv.ch.

Im Zeichen der Solidarität erhalten auch Nichtmitglieder kostenlose Beratungen für arbeitsrechtliche Anliegen im Zusammenhang mit dem Coronavius.

Weiterführende Links

Kostenlose Merkblätter