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Lohnempfehlungen Lehrstart 2027: Kaufmännischer Verband Schweiz aktualisiert Empfehlungen für Lernende und Praktikant:innen

21.​7.2026​ – Der Kaufmännische Verband Schweiz hat seine Lohnempfehlungen 2027 für Lernende und Praktikant:innen aktualisiert. Sie gelten für die kaufmännische Grundbildung, den Detailhandel sowie für kaufmännische Praktika. Neben den monatlichen Bruttolöhnen empfiehlt der Verband auch konkrete Nebenleistungen wie Ferien, Kostenbeteiligungen und Lernzeiten im Betrieb.

Faire Löhne und gute Ausbildungsbedingungen sind für den Kaufmännischen Verband Schweiz zentrale Voraussetzungen für eine starke Berufsbildung. Als Arbeitnehmendenverband und Sozialpartner setzt er sich dafür ein, dass Lernende und Praktikant:innen angemessen entlöhnt werden und unter Bedingungen arbeiten, die ihre berufliche und persönliche Entwicklung fördern. 

Der Verband überprüft seine Empfehlungen jährlich. Grundlage bilden unter anderem die Ergebnisse der Lehrabgänger:innen-Umfrage (LAU), Rückmeldungen aus der Praxis sowie die Entwicklung der Lebenshaltungskosten. 

Anpassungen in der kaufmännischen Grundbildung und im Detailhandel 

Für den Lehrstart 2027 empfiehlt der Kaufmännische Verband Schweiz folgende monatlichen Bruttolöhne bei 13 Monatslöhnen: 

  • 1. Lehrjahr EFZ/EBA: CHF 840.- (bisher: CHF 835.-, Anpassung: + CHF 5.-)

  • 2. Lehrjahr EFZ/EBA: CHF 1060.- (bisher: CHF 1050.-, Anpassung: +CHF 10.-)

  • 3. Lehrjahr EFZ/EBA: CHF 1530.- (bisher: CHF 1520.-, Anpassung: + CHF 10.-)
     

AusbildungsjahrEmpfehlung 2027BisherAnpassung
1. Lehrjahr EFZ/EBACHF 840.-CHF 835.-+ CHF 5.-
2. Lehrjahr EFZ/EBACHF 1060.-CHF 1050.-+ CHF 10.-
3. Lehrjahr EFZ/EBACHF 1530.-CHF 1520.-+ CHF 10.-

Die Empfehlungen gelten für Lernende im Berufsfeld Kauffrau/Kaufmann EFZ/EBA, Detailhandelsfachleute EFZ und Detailhandelsassistent:innen EBA, welche eine betrieblich organisierte Grundbildung absolvieren. Online finden sich auch Lohnempfehlungen für kaufmännische Praktikant:innen, zum Beispiel im Rahmen einer Wirtschaftsmittelschule oder anderer schulischer Bildungsgänge. 

Mit den moderaten Anpassungen trägt der Kaufmännische Verband Schweiz der Teuerung und den steigenden Lebenshaltungskosten Rechnung. Gleichzeitig bleiben die Lohnkosten für Ausbildungsbetriebe tragbar. So leisten die Empfehlungen einen Beitrag zu fairen, transparenten und planbaren Rahmenbedingungen. 

Mehr als Lohn: gute Rahmenbedingungen stärken die Lehre 

Eine faire Entlöhnung ist wichtig. Für eine erfolgreiche Ausbildung braucht es aber mehr. Der Kaufmännische Verband Schweiz empfiehlt deshalb auch klare Nebenleistungen. Dazu gehören mindestens sechs Wochen Ferien, die Übernahme oder Beteiligung an Kosten für Lehrmittel, Arbeitsgeräte und IT-Ausstattung sowie eine Kostenbeteiligung von 50% an Sprachaufenthalten. Sprachaufenthalte sollen zudem zur Hälfte als Arbeitszeit angerechnet werden. 

Ebenso wichtig sind betreute Lernzeiten im Betrieb. Sie unterstützen die Lernenden dabei, schulische und betriebliche Anforderungen zu verbinden. Gute Rahmenbedingungen fördern die Ausbildungsqualität, stärken die Motivation und tragen zu einer besseren Work-Life-Balance bei. 

Attraktive Berufsbildung braucht faire Bedingungen 

Die berufliche Grundbildung ist ein zentraler Einstieg in die Arbeitswelt. Damit sie attraktiv bleibt, braucht es Ausbildungsbetriebe, die Lernende ernst nehmen, begleiten und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Dazu zählen faire Löhne, genügend Ferien, ein gutes Betriebsklima, sinnstiftende Aufgaben und eine hohe Ausbildungsqualität. 

Der Kaufmännische Verband Schweiz setzt sich gemeinsam mit Ausbildungsbetrieben, Branchenorganisationen und weiteren bildungspolitischen Akteur:innen dafür ein, die berufliche Grundbildung weiterzuentwickeln. Ziel ist eine praxisnahe, faire und zukunftsfähige Ausbildung im kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Umfeld und im Detailhandel. 

Kontakte

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Kommunikation

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