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Die Jubiläums-Kampagne «buerogeschichten.ch» hat die 150 Jahre kaufmännische Geschichte erlebbar gemacht. Über 350 Texte, Bilder, historische Dokumente, Videos und Audiobeiträge – persönliche Erinnerungen, gesellschaftliche Entwicklungen und prägende Meilensteine – haben gezeigt, wie sich Bildung, Beruf und Arbeitswelt seit den 1870er-Jahren verändert haben und neue Perspektiven auf die Bedeutung der KV-Lehre und der kaufmännischen Berufe eröffnet. Dabei hat die multimediale Zeitreise gezeigt, wie der Kaufmännische Verband Schweiz den Wandel begleitet und mitgestaltet hat.

Auf Zeitreise durch 150 Jahre Verbandsleben

Die immersive Jubiläums-Kampagne «buerogeschichten.ch» führte durch 150 Jahre kaufmännische Geschichte – von den Anfängen des Verbands in den 1870er Jahren – bis heute und hat in 350 Beiträgen sichtbar gemacht, wie der Kaufmännische Verband Schweiz Bildung, Arbeit und Politik mitgeprägt hat. Dafür wurden journalistische Texte, Bilder, historische Dokumente, Videos, Stummfilme und Audiobeiträge mit persönlichen Erinnerungen von ehemaligen und aktuellen Berufsleuten, Verbandsvertreter:innen, Partner-Organisationen und Politiker:innen sowie gesellschaftliche Entwicklungen verbunden. 

Die Kampagne hat der Kaufmännische Verband Schweiz im Rahmen seines feierlichen Festakts am 3.3.2023 offiziell lanciert und während drei Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im Sommer 2026 wurde der Betrieb eingestellt. 
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Produktion

Die Jubiläums-Kampagne «buerogeschichten.ch» ist in Zusammenarbeit mit den beiden Tochtergesellschaften, der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich AG und der SIB Schweizerisches Institut für Betriebsökonomie AG unter der Projektleitung von Rolf Murbach, Journalist und ehemaliger Redaktor des hauseigenen Magazins «Context», erstellt worden. Unterstützt wurde die Projektleitung durch den Historiker und Bildungsexperten Dr. Daniel C. Schmid vom Zentrum für Unternehmungsführung und den Dozenten für Knowledge Visualization der Zürcher Hochschule der Künste Dr. Thomas Schärer. Zuständig für Konzept, Design und Realisation war die Agentur Partner & Partner. 

Archiv

Das gesamte Material stammt aus dem Archiv des Kaufmännischen Verbands Schweiz und ist im Schweizerischen Sozialarchiv in Zürich frei zugänglich. 
➜ Zum Filmbestand
➜ Zum Bildbestand

Es wird durch Archivmaterial von SRF ergänzt.

Eine Büroordnung aus dem Jahr 1871 hält fest: «Die Einnahme von Nahrung ist zwischen 11:30 Uhr und 12:00 Uhr gestattet, jedoch darf die Arbeit dabei nicht eingestellt werden.»
Andere Zeiten, andere Sitten.

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Die folgenden Einblicke zeigen exemplarisch, wie die Jubiläums-Kampagne «buerogeschichten.ch» aufgebaut wurde und wie vielfältig das Engagement des Verbands war – und bis heute ist.

Verbandsleben & Community

Seit seiner Gründung 1873 hat der Kaufmännische Verband Schweiz seine Angebote konsequent an den Bedürfnissen seiner Mitglieder ausgerichtet und war mit seinen Versammlungen, Tagungen, Stellenvermittlungen, (Scheinfirmen-)Messen, Freizeitangeboten und Sportanlässen bis in die 1990er Jahre eine überaus lebendige Community. 1918 öffnete er sich erstmals für Frauen. 1925 nahm die erste Frau Einsitz im Zentralkomitee. Zeitschriften, Rechtsberatung sowie diverse Unterstützungsangebote stärkten die Gemeinschaft über Generationen hinweg. Dieser Gedanke prägt das Verbandsleben bis heute: Menschen vernetzen, Wissen teilen und gemeinsam Zukunft gestalten.

Mehr Perlen aus dem Archiv:
➜ «Generalversammlung SKV in Zürich» (1930)
➜ «Jungkaufleutetagung in Solothurn» (1930)
➜ «100-Jahr-Jubiläum Schweizerischer Kaufmännischer Verein» (1973)

Gemeinsam mehr erreichen.
Kaufmännischer Verband Schweiz

Bildung

Bildung gehört seit 1873 zur DNA des Kaufmännischen Verbands Schweiz. Schliesslich entstand der Kaufmännische Verband Schweiz durch den Zusammenschluss lokaler Bildungsvereine junger Kaufleute, die sich seit den 1860er-Jahren gebildet hatten. Bereits 1891 setzte er sich für die öffentliche Förderung des kaufmännischen Fortbildungsunterrichts ein. 1895 führte der Verband erstmals Prüfungen für kaufmännische Lernende durch und begleitete danach zahlreiche Reformen der Qualifikationsverfahren. Auch die Reform der KV-Lehre und das neue Fachhochschulgesetz von 1996 markierten wichtige Etappen. Ob Schreibmaschine, Computer oder Digitalisierung: Die enge Verbindung von Bildung und Berufspraxis blieb stets zentral.

Mehr Perlen aus dem Archiv:
➜ «Hans will Kaufmann werden» (1951)
➜ «Die kaufmännischen Berufe» (1967)
➜ «Neues KV-Konzept des Kaufmännischen Verbands Schweiz» (1996)

Lernen, verändern und weiterkommen.
Kaufmännischer Verband Schweiz

Arbeit

Seit den 1910er-Jahren setzt sich der Kaufmännische Verband Schweiz als Sozialpartner für faire Arbeitsbedingungen ein. Nach dem wirtschaftlichen Stillstand während des Ersten Weltkriegs und die anschliessende Arbeitslosigkeit begegnete der Verband sozialen Spannungen innerhalb der sich radikalisierenden Arbeiter:innen-Bewegung mit Distanz und engagierte sich stattdessen für die Gründung und den Zusammenschluss von schweizerischen Angestelltenverbänden. Der Landesstreik von 1918 schuf mit einer Übereinkunft zwischen Angestelltenverbänden und Arbeitgeber:innen und dem ersten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Schweiz eine wichtige Grundlage für die spätere Sozialpartnerschaft. In den 1920er-Jahren engagierte sich der Verband für den arbeitsfreien Samstagnachmittag; In den 1990er-Jahren lieferten Lohnumfragen die Basis für konkrete Lohnforderungen. Bis heute vertritt er die Interessen der Arbeitnehmenden in einer sich wandelnden Arbeitswelt.

Mehr Perlen aus dem Archiv:
➜ «Vom kleinen Ich zum grösseren Wir» (1953)
➜ «100 Jahre Gesamtarbeitsverträge» (2011)
➜ «Die Entwicklung der Arbeitnehmerrechte» (2017)

Für faire und fortschrittliche Arbeitsbedingungen.
Kaufmännischer Verband Schweiz

Politik

Der Kaufmännische Verband Schweiz verfolgt politische und gesellschaftliche Entwicklungen seit jeher aufmerksam. In den 1920er-Jahren entschied er sich bewusst für einen eigenständigen Weg zwischen links und rechts. Mit einem Fonds für soziale Zwecke, einer Invaliditäts- und Altersvorsorge sowie einer eigenen Arbeitslosenkasse nahm er zentrale Fragen der sozialen Sicherheit früh auf. Zusammen mit anderen Organisationen erreichte er die Einführung der AHV. Bei vielen weiteren Errungenschaften, beispielsweise den bezahlten Ferien oder beim Mutter(Vater-)schaftsurlaub, spielte der Verband eine Pionierrolle. 1996 verabschiedete er seine Angestellten- und Gleichstellungspolitik. Heute engagiert sich der Kaufmännische Verband Schweiz weiterhin mit politischem Lobbying und mit Initiativen für die Rechte der Arbeitnehmenden.

Mehr Perlen aus dem Archiv:
➜ «SKV-Film «Solidarität» an der Landesausstellung Zürich» (1939)
➜ «Initiative für ein einheitliches AHV-Rentenalter von 62 Jahren an» (1994)
➜ «80er-Special – Der Start der digitalen Revolution» (2020)

Verantwortung übernehmen und Zukunft gestalten.
Kaufmännischer Verband Schweiz

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