Seitennavigation & Suche

Um die Interessen kaufmännisch-betriebswirtschaftlicher Angestellten und selbstständiger Berufsleute angemessen politisch zu vertreten, macht sich der Kaufmännische Verband Schweiz in Bundesbern sowie in zahlreichen Interessengruppen und Organisationen für eine zukunftsgerichtete Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik stark. Ausserdem gibt die Mitgliederversammlung Abstimmungsempfehlungen zu ausgewählten Vorlagen ab.

Aktuelle Abstimmungen

Die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz gibt folgende Abstimmungsempfehlungen:

Volkabstimmung vom 27.9.2026

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)» Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

Vergangene Abstimmungen

Die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz gab in der Vergangenheit folgende Empfehlungen ab:

Volksabstimmung vom 14.6.2026

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)»Nein-Parole

Die bilateralen Verträge mit der EU sind von gesamtwirtschaftlichem Interesse. Sie sichern den Zugang der Schweizer Wirtschaft zum europäischen Binnenmarkt und stärken Forschung, Bildung und Innovation. Ein starrer Bevölkerungsdeckel löst die von den Initiant:innen angesprochenen Probleme nicht, sondern kreiert vielmehr neue: Aufgrund des demographischen Wandels würde das mittelfristig heissen, dass Arbeitskräfte fehlen und die Sozialwerke mangels Beitragszahler:innen gefährdet werden. Der Kaufmännische Verband Schweiz empfiehlt deshalb, die Vorlage abzulehnen.

Zu den Kern-Argumenten

Änderung des Bundesgesetzes über den zivilen Ersatzdienst (ZDG)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

NEIN zur Chaos-Initiative am 14. Juni!

Kern-Argumente

Weniger Sicherheit: Weltwirtschaft und globale Sicherheit stehen unter Druck: Die Chaos-Initiative wirkt zusätzlich destabilisierend. Als Resultat schrumpft die Wirtschaft. Es sinken Kaufkraft und Renditen – z.B. bei der Pensionskasse.  

Weniger Fachkräfte: Die Zuwanderung ist kein Selbstzweck, sondern folgt dem Arbeitsmarkt. Wenn die Wirtschaft wächst, braucht es zusätzliche Fachkräfte – auch aus dem Ausland. Wenn die Wirtschaft schwächelt, sinkt die Nachfrage automatisch. Wer die Zuwanderung künstlich begrenzt, löst deshalb kein Problem, sondern verschärft ein bestehendes: Unternehmen finden weniger Personal und u.a. in der Gesundheitsversorgung fehlen wichtige Fachkräfte – unabhängig von der Konjunktur. 

Weniger Lohn: Ohne bilaterale Verträge fehlt der Lohnschutz. Das erhöht den Lohndruck für alle Angestellten und kann zu Zuständen wie früher beim «Saisonnierstatut»* führen – mit klar tieferen Löhnen. 

Weniger Rente: Unsere staatliche Vorsorge (AHV) funktioniert nur, wenn genügend Menschen Beiträge einzahlen. Ohne Zuwanderung fehlen wichtige Fachkräfte und somit Beitragszahler:innen – gleichzeitig steigt die Anzahl Pensionierte. Das setzt unsere Renten noch stärker unter Druck. 

* Das sogenannte «Saisonnierstatut» war ein restriktives Gesetz, welches von 1931 bis 2002 den befristeten Einsatz von ausländischen Arbeitskräften in der Schweiz regelte. Es begrenzte beispielsweise den Aufenthalt der Arbeiter:innen auf max. 9 Monate, verbot den Stellenwechsel und untersagte den Familiennachzug. Es wurde 2002 mit Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU abgeschafft.  

Mehr dazu im Interview mit Präsident Daniel Jositsch.

«Die SVP-Initiative gaukelt Nachhaltigkeit vor, liefert jedoch keine einzige Lösung für reale Probleme. Wer die Interessen der Angestellten ernst nimmt, sagt deshalb: NEIN zur Chaos-Initiative am 14. Juni!»
Daniel Jositsch, Präsident Kaufmännischer Verband Schweiz

Volksabstimmung vom 8.3.2026

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung

Volksinitiative «Ja zu einer unabhängigen, freien Schweizer Währung mit Münzen oder Banknoten (Bargeld ist Freiheit)»

und

direkter Gegenentwurf (Bundesbeschluss über die schweizerische Währung und die Bargeldversorgung)

Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Volksinitiative «200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)»Nein-ParoleDie SRG erfüllt einen öffentlichen Auftrag und leistet mit ihren Angeboten einen wichtigen Beitrag zu Bildung, kultureller Vielfalt und Meinungsbildung in allen Landessprachen. Gerade Bildungsinhalte und Formate für den Schulunterricht könnten bei einer Annahme der Initiative in Qualität und Umfang nicht mehr sichergestellt werden. Als Bildungsverband setzt sich der Kaufmännische Verband Schweiz für starke Bildungsangebote ein. Die vorgesehenen massiven Kürzungen der Mittel gefährden dieses Ziel und träfen zudem die bis zu 6200 Angestellten und Zulieferer der SRG direkt. Deshalb empfiehlt der Kaufmännische Verband Schweiz, die Vorlage abzulehnen.
Volksinitiative «Für eine gerechte Energie- und Klimapolitik: Investieren für Wohlstand, Arbeit und Umwelt (Klimafonds-Initiative)»Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Bundesgesetz über die Individualbesteuerung (indirekter Gegenvorschlag zur Steuergerechtigkeits-Initiative)Ja-ParoleDie Individualbesteuerung ist aus Sicht des Kaufmännischen Verbands Schweiz ein wichtiger Schritt hin zu mehr Gleichstellung und Arbeitsmarktgerechtigkeit. Heute lohnt es sich für viele Zweitverdienende – häufig Frauen – kaum, ihr Erwerbspensum zu erhöhen, weil das zusätzliche Einkommen stark besteuert wird. Das schwächt die wirtschaftliche Unabhängigkeit, die Altersvorsorge und die Gleichstellung. Das vom Parlament verabschiedete Gesetz schafft fairere Erwerbsanreize, bevorzugt keine Lebensmodelle oder Einkommensklassen und stärkt damit das inländische Fachkräftepotenzial – wovon Wirtschaft und Gesellschaft profitieren. Deshalb empfiehlt der Kaufmännische Verband Schweiz, Ja zu dieser Vorlage zu stimmen.

Volksabstimmung vom 30.11.2025

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
Volksinitiative «Für eine engagierte Schweiz (Service-citoyen-Initiative)» (BBl 2025 2027)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Volksinitiative «Für eine soziale Klimapolitik – steuerlich gerecht finanziert (Initiative für eine Zukunft)» (BBl 2025 2026)Nein-ParoleDie Vorlage sieht die Einführung einer Bundeserbschaftssteuer von 50 Prozent auf Nachlässe und Schenkungen über 50 Millionen Franken vor, deren Erträge zweckgebunden für den Klimaschutz eingesetzt werden sollen. Der Kaufmännische Verband Schweiz setzt sich für eine starke Schweizer Wirtschaft ein, denn Wirtschaft sind wir alle. Eine Abwanderung von Familienunternehmen könnte der Schweizer Wirtschaft schaden und damit auch Angestellte treffen, die der Verband vertritt. Zudem könnte die vorgeschlagene Steuer die Standortattraktivität der Schweiz mindern und in die Steuerhoheit der Kantone eingreifen. Aus diesem Grund empfiehlt die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz, die Vorlage abzulehnen.

Volksabstimmung vom 28.09.2025

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
Bundesbeschluss vom 20. Dezember 2024 über die kantonalen Liegenschaftssteuern auf Zweitliegenschaften (BBl 2025 17)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Bundesgesetz vom 20. Dezember 2024 über den elektronischen Identitätsnachweis und andere elektronische Nachweise (E-ID-Gesetz, BGEID) (BBl 2025 20)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

Volksabstimmung vom 09.02.2025

VorlageAbstimmungsempfehlungBegründung
Volksinitiative vom 21. Februar 2023 «Für eine verantwortungsvolle Wirtschaft innerhalb der planetaren Grenzen (Umweltverantwortungsinitiative)» (BBl 2024 2488)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

Volksabstimmung vom 24.11.2024

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
Bundesbeschluss über den Ausbauschritt 2023 für die NationalstrassenKeine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Änderung des Obligationenrechts (Mietrecht: Untermiete)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Änderung des Obligationenrechts (Mietrecht: Kündigung wegen Eigenbedarfs)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.
Änderung des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) (Einheitliche Finanzierung der Leistungen)Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

Volksabstimmung vom 22.9.2024

VorlagenAbstimmungsempfehlungBegründung
«Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversitätsinitiative)»Keine EmpfehlungDer Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands Schweiz.

Reform der beruflichen Vorsorge (BVG-Reform)

 

Stimmfreigabe

Die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz möchte es ihren Mitgliedern überlassen, wie sie sich der Reform der beruflichen Vorsorge BVG stellen. Die Reform verbessert die Altersvorsorge von Teilzeitarbeitenden, also oft Frauen, erheblich. Der Vorschlag des Bundesrats war hingegen im Parlament nicht mehrheitsfähig. Andererseits wird die Umverteilung auf Kosten der nächsten Generationen fortgeführt und ein kleiner Teil der Versicherten ausserhalb der Übergangsgeneration, welcher ausschliesslich im Obligatorium und nahe des oberen Grenzlohns versichert ist, kann einen Leistungsrückgang erfahren, sofern keine zusätzlichen individuellen Sparmassnahmen getroffen werden.

Mehr

Volksabstimmung vom 9.6.2024

Vorlagen Abstimmungsempfehlung Begründung

«Maximal 10 % des Einkommens für die Krankenkassenprämien (Prämien-Entlastungs-Initiative)»

 

Stimmfreigabe

Die wachsenden Krankenkassenprämien sind für viele Haushalte, die keine oder wenig Prämienverbilligung erhalten, eine finanzielle Belastung. Es gibt also dringenden Handlungsbedarf bei der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen. Weder die Volksinitiative noch der indirekte Gegenvorschlag beinhalten kostendämpfende Elemente, sondern setzen auf Prämienverbilligung. Es ist aber möglich, dass Bund und Kantone durch eine erhöhte Beteiligung Anreize erhalten, die Gesundheitskosten und somit zumindest zum Teil die Versicherungsprämien etwas zu senken. Der Kaufmännische Verband Schweiz empfiehlt deshalb die Stimmfreigabe.

«Für tiefere Prämien – Kostenbremse im Gesundheitswesen (Kostenbremse-Initiative)» Ja-Parole Die Gesundheitskosten und damit auch die Krankenkassenprämien stiegen in den letzten Jahren massiv. Kostendämpfende Massnahmen sind dringend notwendig und die Initiative setzt genau dort an. Bei der Umsetzung ist auf Sozialverträglichkeit und die Aufrechterhaltung der Grundversorgung zu achten. 
«Für Freiheit und körperliche Unversehrtheit» Keine Empfehlung Der Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands.
Änderung des Energiegesetzes und des Stromversorgungsgesetzes Keine Empfehlung Der Inhalt dieser Vorlage liegt ausserhalb des Verbandszwecks des Kaufmännischen Verbands.

Volksabstimmung vom 3.3.2024

Vorlagen Abstimmungsempfehlung Begründung

Volksinitiative «Für ein besseres Leben im Alter» (Initiative für eine 13. AHV-Rente)

Stimmfreigabe

Die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz möchte es ihren Mitgliedern überlassen, wie sie sich zur 13. AHV-Rente stellen. Sie kann die Besorgnis bezüglich Altersarmut und Kaufkraftverlust nachvollziehen. Gleichzeitig hat sie aber Bedenken, was den Berechtigtenkreis und die Finanzierung anbelangt («Giesskannenprinizip»).

Volksinitiative «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge (Renteninitiative)»

Stimmfreigabe

Die Mitgliederversammlung des Kaufmännischen Verbands Schweiz möchte es ihren Mitgliedern überlassen, wie sie sich zur Renteninitiative stellen. Mit gestiegener Lebenserwartung und bei guter Gesundheit ist eine Anpassung des Rentenalters, wie es auch in vielen europäischen Ländern geplant wurde, nachvollziehbar. Da aber vor Kurzem das Frauenrentenalter erhöht wurde, sollte eine weitere Anpassung des Rentenalters erst mit der nächsten AHV-Revision angegangen werden. 

Kontakt

Beliebte Inhalte